Was sagt Euer Arbeitgeber zu den Tat2s - und was die lieben Kollegen/Kolleginnen?

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Re: Was sagt Euer Arbeitgeber zu den Tat2s - und was die lie

Beitragvon hotknife » 07.02.2018 20:59

Sooo, gerade Septum stechen lassen. Da werden die Herrschaften im Sommer wieder schön schauen.
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Re: Was sagt Euer Arbeitgeber zu den Tat2s - und was die lie

Beitragvon Habe D. Ehre » 07.02.2018 21:38

Hihi, cool. Wie war das schmerztechnisch? Würd ja auch gern, is bei meinem Job nur leider nicht drin wenns sichtbar ist. Bin am Überlegen ob ichs mit schwarzem Schmuck/Stab irgendwie hinkrieg dass mans nich wirklich sieht... :roll:
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Re: Was sagt Euer Arbeitgeber zu den Tat2s - und was die lie

Beitragvon hotknife » 07.02.2018 22:37

Schau Dir mal bei google unter Septum versteckt, Septum keeper, Septum retrainer bzw. gib mal im http://www.piercing.de/piercingforum/ den Begriff septum ein.

Hat nur 1-2 Sekunden geziept u. ein Kullertränchen war im Auge. Aktuell ist ein Keeper "verbaut" der eingeklappt ist. Nach dem verheilen kommt richtiger Schmuck rein. Im Büro eingeklappt, danach ausgekappt. Ist perfekt.
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Re: Was sagt Euer Arbeitgeber zu den Tat2s - und was die lie

Beitragvon Christine999 » 08.02.2018 22:40

Miss*Butterfly hat geschrieben:Es geht darum, dass die Beratungszeit ganz dem Klienten gehört. Um mich geht es schlicht nicht und ich möchte möglichst wenig Anreize schaffen, mich zum Thema zu machen.


Ich finde deine Einstellung großartig und sehr professionell...Daumen hoch dafür!
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Re: Was sagt Euer Arbeitgeber zu den Tat2s - und was die lie

Beitragvon Miss*Butterfly » 09.02.2018 8:21

Vielen lieben Dank! :D
Der Mensch hat pausenlos Ideen, ja der Mensch ist zu beneiden. Doch die Kunst ist bei den Ideen gut und schlecht zu unterscheiden.
- Daniel "Dän" Dickkopf -

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Re: Was sagt Euer Arbeitgeber zu den Tat2s - und was die lie

Beitragvon Melian » 01.04.2018 13:17

Ich geb dann auch mal meinen Senf dazu ;)

Ich arbeite im öffentlichen Dienst in Luxemburg als vereidigte Beamtin auf Lebenszeit :) Ich arbeite in einem sozialen Dienst, wo ich wöchentlich Versammlungen für Bezieher vom luxemburgischen Pendant zu Hartz IV abhalte. Bis jetzt habe ich nur ein Tattoo auf dem Schulterblatt das man also eigentlich nie sieht, krieg aber in 1 1/2 Wochen ein Nackentattoo. Drei meiner Arbeitskollegen sind bereits tätowiert und laufen auch sichtbar damit rum. Sie haben unsere Personalchefin gefragt ob das bei uns kein Problem sei mit sichtbaren Tattoos rumzulaufen und sie meinte "Es steht nirgends dass ihr keine Tattoos haben dürft und solange ihr nicht das Gesicht komplett durchlöchert habt, hat hier keiner ein Problem damit" :) Somit denk ich mal, dass ich damit auch keine Probleme haben werde. Wenn ich mal zu offiziellen Terminen muss zieh ich einfach nen Schal über. Ich denke auch grad in meinem Arbeitsbereich, wo viele unserer "Kunden" selbst tätowiert und gepierct sind kommt es eher sympathisch rüber wenn ich mit Tattoos und Piercings da stehe als im schicken Kostüm. Ich habe auch bereits seit langer Zeit einen Nasenring, laufe damit auch unserer Ministerin ab und zu über den Weg und habe noch nie ein negatives Feedback bekommen.

Nachdem ich selbst Bewerbungsgespräche geführt habe merke ich auch, dass man gar nicht auf das Aussehen und die Kleidung achtet, sondern auf das, was die Person fachlich zu bieten hat. Ich dachte sonst auch immer es wär so wichtig wie man sich z.Bsp. für ein Vorstellungsgespräch zurecht macht, aber jetzt wo ich am anderen Ende sitze merke ich, dass ganz andere Sachen wichtig sind!

Ich hab übrigens auch vor mir die Ohlöcher auf 6-8 mm zu dehnen, auch da denke ich dass das kein Problem darstellen wird.
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Re: Was sagt Euer Arbeitgeber zu den Tat2s - und was die lie

Beitragvon BassSultan » 01.04.2018 15:21

Freut mich dass das bei dir so locker ist, so sollte es sein. Nimmt ja doch bisschen stress weg.

Verallgemeinern kann man das was du über Vorstellungsgespräche sagst aber eher nicht. Ich kann mir nicht vorstellen dass ich meinen letzten job bekommen hätte, wäre ich in Jogging Hose dort aufgekreuzt. Egal was für ein guter Programmierer ich vielleicht wäre :)

Ja, tattoos und body mods liegen ihr stigma vielleicht langsam aber sicher auch in der business Welt ab, aber das heißt nicht dass alles egal wird. Vielmehr gleicht es sich an andere Bereiche an und es gilt halt die goldene mitte zu finden, so wie bei der Kleidung, Körperpflege und und und.

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Re: Was sagt Euer Arbeitgeber zu den Tat2s - und was die lie

Beitragvon Melian » 01.04.2018 16:59

Ok, in Jogginghose würd ich für'n Vorstellungsgespräch vielleicht doch etwas ZU locker finden ;) Was ich aber sagen wollte ist, dass das AUssehen nicht das Wesentliche ist.

Ich find's auch toll, dass mittlerweile lockerer mit dem Thema Tattoo und Piercing umgegangen wird, schliesslich kommt es auf die Arbeit an die man leistet und nicht aufs Aussehen. Ich finde es kommt aber auch auf das Motiv des Tattoos an, auf's Gesamtbild der Person, usw.
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Re: Was sagt Euer Arbeitgeber zu den Tat2s - und was die lie

Beitragvon Segler » 01.04.2018 17:01

Es freut mich, dass das bei euch in Luxemburg im öffentlichen Dienst so leger und tolerant zugeht.

Deutschland ist in dieser Hinsicht ein Flickenteppich uneinheitlicher Regelungen, weil öffentlicher Dienst sowohl der Bund als auch die Länder oder die Kommunen sein können, jeder mit eigener Regelungshoheit. ÖD ist übrigens einer der wenigen Arbeitgeber in D, die teilweise schriftliche Regelungen zu Tattoos haben. Tendenziell ist der ÖD in Deutschland in dieser Hinsicht im Vergleich zur Privatwirtschaft eher konservativ.

Ich arbeite in einem internationalen Technologiekonzern, den ich für grosse Industriebetriebe als ziemlich typisch ansehe. Es gibt bei uns keine schriftlichen Regelungen zur Bekleidung, aber es gibt diese ungeschriebenen Verhaltensregeln: Kundentermine nimmt man/frau ganz einfach nicht im "Start-Up Look" mit kunstvoll zerrissenen Jeans, Hoodie und quietschbunten Sneakern wahr. (auch als Software- und IT-Spezialist nicht :lol: ) Geschriebene Regeln zu Tattoos gibt es erst recht nicht, Praxis ähnlich, im Innendienst weitgehende Freiheit, Tattoos dürfen gezeigt werden und werden gezeigt, bei Kundenterminen - es sei denn, man kennt den Kunden und hat ein Vertrauensverhältnis aufgebaut - vorsichtshalber erst mal Langarmhemd, wenn man sich dessen Reaktion nicht sicher ist.

Bei Behörden wird folgendes dazukommen: Dein Arbeitgeber wird erwarten, dass du gegenüber den Antragstellern (den Euphemismus "Kunden" gibt es auch in D inzwischen) professionelle Distanz und eine gewisse Autorität ausstrahlst. Ein Outfit sollte also nicht irgendwie ein kumpelhaftes "ich bin eine von euch" signalisieren.

Nachdem du selber - offensichtlich in der Rolle der einstellenden Vorgesetzten - Vorstellungsgespräche geführt hast merkst du natürlich auch eines: Du hast Gestaltungs- und Ermessensspielraum.
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Re: Was sagt Euer Arbeitgeber zu den Tat2s - und was die lie

Beitragvon Tarlyn » 03.04.2018 0:40

Klares Statement vom obersten :

Zitat :
"Ein großflächiger sichtbarer Körperschmuck stellt, völlig unabhängig von den Motiven, für sich genommen einen unüberwindbaren Eignungsmangel dar"
Zitat Ende

Sollte man als Lebenslänglicher ein sichtbares Tattoo haben, welches größer wie eine Handinnenfläche ist, dann ist dies zu bedecken.
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Re: Was sagt Euer Arbeitgeber zu den Tat2s - und was die lie

Beitragvon Miral » 03.04.2018 6:26

Also ich arbeite auch im öffentlichen Dienst und mein Arbeitgeber sagt da nichts. Die etwas älteren Kollegen schauen meist komisch - was mir aber völlig egal ist :mrgreen:
Die meisten sieht man eh nicht und das Tattoo am Finger wird gerne mal übersehen. Bin gespannt wie das im September wird :mrgreen:
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Re: Was sagt Euer Arbeitgeber zu den Tat2s - und was die lie

Beitragvon Segler » 03.04.2018 21:34

Das Zitat von Tarlyn stammt aus dem Bundesland Nordrhein-Westfalen und bezieht sich auf den Poizeidienst. Es zeigt sehr schön, was ich in meinem Beitrag "Flickenteppich" genannt habe. In Baden-Württemberg ist die Regelung bei der Polizei seit Oktober letzten Jahres liberalisiert worden. Zitat aus dem Südkurier:

"Laut Innenminister Thomas Strobl (CDU) müssen Können und Eignung der Polizisten oder Anwärter bei der Bewerbung im Vordergrund stehen. „Da finde ich die Frage, ob die Person ein bisschen tätowiert ist, wirklich nachrangig“, sagt der Minister."

wobei es hier ausdrücklich um sichtbare, also nicht von der Uniform verdeckte Tattoos geht.

Der Streit könnte sich am "bisschen" entzünden. Die neue Regelung in BaWü besagt nämlich, dass das Motiv nach Art und Grösse "dezent" sein müsse, was immer das heissen soll. Für übrige Landesbeamte gibt es in Baden-Württemberg meines Wissens keine tattoospezifischen Regelungen.
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Re: Was sagt Euer Arbeitgeber zu den Tat2s - und was die lie

Beitragvon Detritus » 04.04.2018 18:43

Neben der Größe aber auch bitte darauf achten, dass keine blanken Brüste gezeigt werden:

Bewerbung bei der Polizei. Ablehnung wegen sexistischer Tattoos

https://www.n-tv.de/ratgeber/Ablehnung- ... 67758.html
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Re: Was sagt Euer Arbeitgeber zu den Tat2s - und was die lie

Beitragvon Segler » 04.04.2018 19:38

Das gilt aber auch in der Industrie und vermutlich erst recht im Handel. Alles was irgendwie sexistisch ausgelegt werden könnte ist ein absolutes no go. Sei das der Pirelli-Kalender im Büro oder auch das leichtbekleidete "Mädel" auf dem Arm.

Auch Amy Winehouse hat zu Lebzeiten gelegentlich wegen eines ihrer Tattoos Probleme gehabt und wurde von Veranstaltern gebeten, nicht ärmellos aufzutreten.
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Re: Was sagt Euer Arbeitgeber zu den Tat2s - und was die lie

Beitragvon Tibbers » 05.04.2018 13:38

Ich bin Erzieherin und hatte bisher noch nie Probleme wegen meinen Tattoos. Als ich noch studiert habe und in einer pädagogischen Einrichtung genebenjobbt habe, fand die Leitung dort mein Zungenpiercing nicht gut, meinte, sowas geht einfach generell nicht, das lässt einen zu unseriös wirken. Hatte dann ne Zeit lang einen Retainer drin, wurde mir dann aber irgendwann zu doof, hab wieder den Stab reingemacht und hab auch nix mehr deswegen gehört. Die Leitung hatte es auch selbst gar nicht gemerkt, sondern wurde von einer Mutter drauf angesprochen.
In der Regel sind es auch eher nicht die Kinder, die ein außergewöhnliches Aussehen ablehnen, sondern die Eltern.
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