Miese Kopierkatzen stinken zum Himmel

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Re: Miese Kopierkatzen stinken zum Himmel

Beitragvon Theliseth » 19.10.2017 7:35

Aber gerade in dieser Zusammenstellung mit den Rauchschleiern wird er eben einzigartig und meiner Meinung nach ist es definitiv eine Kopie. Nur, weil der Kopierende nicht die Fähigkeiten hatte, es exakt genauso aussehen zu lassen, war das ja trotzdem noch die Intention und es ist auch eindeutig als Kopie erkennbar.
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Re: Miese Kopierkatzen stinken zum Himmel

Beitragvon Grünschnabel » 19.10.2017 8:19

Wie gesagt.
Googlet man Löwenportrait bekommt man sehr viele Fotos von einem frontal in die Kamera glotzenden Löwen.
Qualität des Tattoos völlig aussen vor!

Wäre die Dame mit einem dieser Fotos ins Studio marschiert wäre das Ergebnis genauso gewesen wie es jetzt ist: nur ohne grässliche "Schleier" (wenn man das so nennen darf).

Mit ist schon klar, dass wenn jmd mit einem Bild eines bereits gestochenen Tattoos ins Studio geht und das 1:1 übernommen wird, dass man dann von Kopie spricht.

Aber genauso wenig wie man bei Vorlagen ausm Netz von Kopie spricht, gibt es doch Motive/Fotos die pur umgesetzt einfach gleich aussehen. Da macht es dann die spezifische Komposition des Tattoos oder die Farbgebung etc einzigartig.
Wird diese Einzigartigkeit/Spezifität mittätowiert = copy.

Der Schleier als einzig individuelles Element... na ok.

Wenn man die Story dahinter nicht kennen würde, und wüsste dass die Tante eben ein Tattoo als Vorlage nutzte, würde man wohl kaum auf die Idee kommen, dass es ein copy ist. Eben nur ein beschissen gestochenes x beliebiges Löwenportrait.
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Re: Miese Kopierkatzen stinken zum Himmel

Beitragvon Theliseth » 19.10.2017 8:48

Aber sie IST eben mit der Vorlage ins Studio marschiert und die Vorlage wurde 1:1 übernommen, inklusive des "einzigartigen" Schleiers. Man könnte auch sagen: Hätte der kopierende Tätowierer die gleichen Fähigkeiten wie der Erschaffer des Originals, wäre eine exakte Kopie dabei herausgekommen. Mangelnde Fähigkeiten des Kopierenden machen meiner Meinung nach aus der Kopie kein Original.
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Re: Miese Kopierkatzen stinken zum Himmel

Beitragvon hotknife » 19.10.2017 9:06

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Re: Miese Kopierkatzen stinken zum Himmel

Beitragvon Grünschnabel » 19.10.2017 9:26

Theliseth hat geschrieben:Mangelnde Fähigkeiten des Kopierenden machen meiner Meinung nach aus der Kopie kein Original.


Ja, stimmt. Das war aber auch zu keinem Zeitpunkt ein Argument von mir. :?:
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Re: Miese Kopierkatzen stinken zum Himmel

Beitragvon Theliseth » 19.10.2017 9:35

Damit meine ich aber, dass auch wenn der Tätowierer zu unbegabt war, die speziellen Merkmale des Originals so zu kopieren, dass man es erkennt, es trotzdem eine Kopie ist. Aber wie auch immer. :D
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Re: Miese Kopierkatzen stinken zum Himmel

Beitragvon Bad*Kitty » 19.10.2017 10:25

Zu diesem Thema würde mich vielmehr die Haltung der jeweils beklauten Fotografen sehr interessieren. Wir reden hier immer von geklauten Tattoos - dass 90% der realistischen Arbeiten aber bereits per se geklaut bzw. ohne Erlaubnis des Erschaffers (des Fotografen nämlich) gestochen werden interessiert erstaunlicher Weise fast niemanden... 8)
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Re: Miese Kopierkatzen stinken zum Himmel

Beitragvon gipsy » 19.10.2017 13:55

@ BadKitty, das denke ich mir auch oft. Im Realistikbereich wird ja ganz einfach zusammengeklaut, was man finden kann und dann unter die Haut gebracht.
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Re: Miese Kopierkatzen stinken zum Himmel

Beitragvon Buddha_Eyes » 28.10.2017 13:06

@Sandra: Das Problem schient mir oft, dass nicht einmal das Potential für Interesse besteht. Dafür müsste ja jedenfalls ein Bewusstsein dafür vorhanden sein, dass man da evtl. was rechtswidriges tut. Statistisch leider völlig unvollkommene Erhebungen meinerseits zeigen jedenfalls, das es meist schon an dem Punkt hakt.
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