Tattoos in den Early 20s

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Re: Tattoos in den Early 20s

Beitragvon Miss*Butterfly » 08.08.2016 7:54

Bei einer Freundin von mir hat die Frage"möchte ich, dass meine zukünftigen Kinder mit der geplanten Tätowierung aufwachen?" den Ausschlag gegeben noch zu warten.
Sicher nicht für jeden und wohl auch nicht bei jedem Motiv ein Thema, aber gerade bei sehr jungen Menschen frage ich mich oft ob man diesen Punkt bei der Motivwahl bedacht hat oder obs zum ersten Kind dann gleich ein Cover up dazu gibt. :roll:
Der Mensch hat pausenlos Ideen, ja der Mensch ist zu beneiden. Doch die Kunst ist bei den Ideen gut und schlecht zu unterscheiden.
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Re: Tattoos in den Early 20s

Beitragvon shovelhead » 14.08.2016 10:51

Diese Frage ist schwer zu beantworten, da jeder anders tickt...
Mich haben Tattoos schon als Kind fasziniert, mit 15 ('92) kam mein erstes. Mittlerweile sind es über 20 auf Brust, Rücken, Armen u. Hand, fast alles Oldschool. Ich habe das taetowieren nie als Mode betrachtet, sondern als persönliche Angelegenheit und daher nie etwas bereut. Für mich gehören meine Tattoos einfach zu meinem Leben, ich werde zwar aelter aber meine Grundeinstellung hat sich nicht wirklich veraendert.
Sollte jemand in Bezug auf Taetowierungen generell, Motive, Platzierung usw. unsicher sein, so ist es auf jeden Fall besser, damit zu warten und sich mit der Materie zu beschaeftigen, keine Frage!
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Re: Tattoos in den Early 20s

Beitragvon Segler » 15.08.2016 23:33

shovelhead hat geschrieben:Ich habe das taetowieren nie als Mode betrachtet, sondern als persönliche Angelegenheit und daher nie etwas bereut.


Genau deswegen hast du nichts bereut!

Es gibt jede Menge guter Gründe gegen Tattoos, ich nenne mal zwei:

Weil "alle" eins haben ...
Weil alle in meiner Clique dieses Motiv haben ....

Wenn ich mitgezählt hätte, wie viele Unendlichkeitsschleifchen mit oder ohne Schriftzug ich in diesem Sommer am Handgelenk ca. zwanzigjähriger Frauen gesehen habe ... ich habe keine Motivforschung betrieben, aber da scheint mir soviel Individualismus drinzustecken wie in einer H&M- oder PRIMARK-Tüte.

... ob die das in fünf Jahren noch "cool" finden?

Es gibt eigentlich nur wenige gute Gründe für Tattoos, hier sind meiner und anscheinend auch deiner Meinung nach die wichtigsten

Ich mag Tattoos, wenn mein Umfeld die auch mag, ist das schön, aber nicht ausschlaggebend. Es ist meine Haut und es muss mir gefallen.

Ich mag genau dieses Motiv, das ich zusammen mit meinem Tätowierer individuell für mich geplant habe und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das auch in zwanzig Jahren noch mögen werde
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Re: Tattoos in den Early 20s

Beitragvon Der Wal » 17.08.2016 22:47

hatte meine ersten Tattoos mit 20 bzw 22 bekommen. Habs nie bereut. Hab mir eines etwas aufhübschen lassen, bei dem anderen ging das nicht so einfach. Habs Covern lassen, weil es halt arg in die Jahre gekommen ist. Aber bin mir im Nachhinein nicht sicher, ob ich es nicht besser "alt" gelassen hätte. War halt das erste.
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Re: Tattoos in den Early 20s

Beitragvon Schiggy » 17.08.2016 23:17

Interessanter Thread. Mein erstes Tattoo gab es mit 20, ich wollte mir ganz sicher sein und habe deswegen "so lange wie möglich" gewartet. Da es dann aber auch finanziell passte und das Motiv eigentlich schon seit meinem ~15. Lebensjahr fest stand, dachte ich mir, warum noch warten? Auf was?

Und so seh ich es heute auch. Ich habe mich seit damals (bin heut 27) total verändert. Allerdings nur charakterlich. Meine Interessen sind überwiegend die gleichen geblieben. Anime, Videospiele usw. Dinge, von denen ich als Teenie dachte "wer weiß ob ich das als Erwachsene noch gut finde". Theoretisch könnte ich heute auch sagen "wer weiß ob ich das mit 40/50 noch gut finde" aber um ehrlich zu sein, bin ich mir da 100% sicher. Denn was soll sich denn ändern? Ich will keine Kinder, ich liebe es zu zocken und bezweifle, dass diese Leidenschaft jemals aufhört und denke mir, ich werde keine 180 Grad Drehung mehr machen in meinem Leben, da ich so wie es ist einfach zufrieden bin. Und deshalb lass ich mir auch alles was ich möchte und toll finde auf meinem Körper verewigen (nach und nach versteht sich... Hab ja keinen Geldscheißer XD)

In meiner Familie findet der Großteil der Menschen meine Tattoos schrecklich. Aber sie akzeptieren es mehr oder weniger, doofe Sprüche gibt es hin und wieder, aber da steh ich völlig drüber. Mittlerweile! Denn das ist es was sich charakterlich bei mir geändert hat. Früher wollte ich es jedem recht machen, habe mich nur an Stellen tätowieren lassen, die man verstecken kann und Piercings gab es auch keine im Gesicht (O-Ton meiner Eltern: das sieht assi aus mit so Eisen in der fresse). Zu viele Piercings sind eh nicht mein Ding aber mittlerweile hab ich ein hübsches Nostril, das ich total super finde. Das Gesicht meines Vaters hättet ihr mal sehen sollen als seine (damals) 24 jährige Tochter sich hat piercen lassen IM GESICHT! XD
Na wie gesagt, heute steh ich da drüber, auch wenn es mich immer noch nervt. Seit ein paar Monaten hab ich bunte Haare, das ist ja auch mal so gar nix für meine Familie... :D und je mehr ich mache was ich all die Jahre nicht konnte (wollte?) desto besser fühle ich mich.

Ähm ja. Eigentlich wollt ich aber auch mit all dem darauf hinaus, dass auch alte Tattoos für mich ok sind. Ich lass ja gerade was covern und bin auch echt froh, dass das so möglich ist. Aber wäre das nicht gegangen, ja mein gott, dann hätte ich es halt. Wie hier schon geschrieben wurde..ist einfach ein Teil von mir geworden, auch wenn er nicht schön war. ^^ Ich hab damals eben nen Fehler gemacht und damit hätte ich auch weiterleben können. Man is ja dadurch nicht fürchterlich entstellt.

Tattoos, deren Bedeutung irgendwann unwichtig wird zB eben Bandlogos oder sowas.. Wenn man die Bands dann später scheiße findet, ist zwar doof vor allem an einer immer sichtbaren stelle hat es dann eben auch je nach Band vllt auch ne Aussage aber auch das würde ich unter Vergangenheit verbuchen. Man fands früher geil, warum nicht dazu stehen? Auch hier gilt: Wenn es ganz schlimm ist, Kleinigkeiten lassen sich immer gut covern.

Ich bin ja nun selber bei YT unterwegs und schau mir da öfter mal vlogs an. Das ist teilweise so schlimm, dass es wieder lustig ist. Manche 18 jährigen sind dann schon fast voll tätowiert (zumindest an nahezu jeder Körperstelle ein Tattoo), da muss ich mir dann schon verkneifen zu schreiben, dass sie sich in 10 Jahren sicher ärgern weil kein Platz mehr ist. Aber im Prinzip ist es mir Latte. Jeder entscheidet sich wie er will und muss mit den Konsequenzen leben.
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Re: Tattoos in den Early 20s

Beitragvon thewitchhunter » 18.08.2016 0:52

Tattoos finde ich geil seit ich 16 oder 17 bin. Das ich mir bis heute keins habe stechen lassen liegt aber in erster Linie an der Tatsache, dass ich immer ein großes Tattoo haben wollte aber nie bereit war, das entsprechende Geld für eine "Eitelkeit" auszugeben. Gut, dieser Zustand wird sich ja bei mir hoffentlich demnächst ändern.... Ich bin mir aber sicher, dass ich mich heute wahrscheinlich darüber ärgern würde, wenn ich mir damals irgendein Kompromisstattoo hätte stechen lassen. Ich könnte vermutlich damit leben, aber wahrscheinlich hätte ich heute irgendein Tribal auf dem Oberarm oder so was... Hey! sagt nix, es waren die 90er! :lol:

Und ja, man verändert sich und seine Einstellungen zu vielen Dingen. Grundsätzlich mag ich die gleichen Sachen wie damals. Ich höre z.B. immer noch Metal & gehe so oft es passt auf Konzerte, usw.. Aber gerade im beruflichen und familiären Leben passieren zwischen 20 und 40 viele Dinge, die einen selbst und die Sichtweisen auf manche Sachen doch extrem verändern. Ich habe z.B. auch immer gesagt ich will keine Kinder, bin mit 34 dann aber doch (ungeplant, aber von meiner langjährigen Lebensgefährtin) Papa geworden und möchte das unter keinen Umständen missen. Das wir uns 1 Jahr nach der Geburt unserer Tochter getrennt haben steht auf einem anderen Blatt geschrieben, aber genau das unterstreicht auch wieder, dass nichts im Leben sicher oder klar ist und unser Leben ständig Veränderungen unterworfen ist, die wir im Vorfeld nicht wirklich abschätzen oder beeinflussen können.

So, aber was ist jetzt das richtige Alter um sich für ein Tattoo zu entscheiden? Keine Ahnung, das richtige Alter kann jedes Alter sein. Aber egal wie alt du bist, wenn du unbedingt ein Tattoo haben willst, überlege dir genau, welches Motiv es werden soll. Mach dir klar, dass du genau dieses Motiv an genau dieser Stelle dein Leben lang mit dir rumtragen wirst. Egal was kommt!
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Re: Tattoos in den Early 20s

Beitragvon Der Wal » 20.08.2016 23:54

ich finde, man kann sich ruhig ändern. Zum Beispiel auf einmal doch Kinder kriegen, einen anderen Job machen, nicht mehr andauernd auf Bikerfeten fahren und viel zu viel trinken oder was auch immer. Wichtig ist, dass man dauerhaft zu dem stehen kann, was man früher getan hat oder wie man gedacht hat.
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Re: Tattoos in den Early 20s

Beitragvon MartiAri » 21.08.2016 13:06

Erste Tattoos 2004 ... Von 2014 weiter angebaut und teils gecovert weil heute einfach viel mehr geht und der alte shit nimmer so zum rest der high class tats passt :)
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Re: Tattoos in den Early 20s

Beitragvon Polgara » 21.08.2016 13:18

Ob sich meine Persönlichkeit seit den 20ern geändert hat...hm, ich bin etwas ruhiger, aber sonst immer noch die "alte". :D
Berufstechnisch hab ich 3 Ausbildungen abgeschlossen und zwischendurch 4 Jahre "Verstecken im Grünen" gespielt.
Erstes Tattoo mit 24 -> wird gerade gecovert :twisted:
Zweites Tattoo mit 29 -> das bleibt mal schön so wie es ist :wink:
Drittes Tattoo jetzt gerade mit 42 angefangen und ja, es wird weitergehen :mrgreen:
Unterstelle nie Bösartigkeit wo Dummheit als Erklärung reicht!
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Re: Tattoos in den Early 20s

Beitragvon Annie.Mietze.Steelbride » 08.10.2016 17:57

Das ich einmal bunt werden will hab ich schon als Kleinkind gesagt, nämlich dann als ich das erste mal Tattoos gesehn hab. Tätowiert werden stand für mich also praktisch immerschon fest. Wann ich angefangen habe genaue Pläne zu machen weiß ich nicht mehr. Aber mein erstes Tattoo stand mir 14 fest. Mit 18 habe ich es dann stechen lassen. Jetzt bin ich 21 und habe 9 Tattoos. Ob ich zu früh angefangen hab und zu schnell zu viel hab machen lassen? Ich denke nicht aber wer würde schon so denken.... Da meine Tattoos aber alle eine Bedeutung haben deren Gültigkeit sich nie ändern wird bin ich guter Dinge.
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