
Moderatoren: MartiAri, BassSultan
Als die französische Revolution Europa erschütterte, trug man seine Überzeugung auf der Haut. Der führende Revol utionär, König Karl XIV. von Schweden und Norwegen, geboren als Jean Baptist Berna dotte in Südfrankreich, ließ sich eine Jakobinermütze, sein
Geburtsdatum, seine Initialen, einen Schädel mit gekreuzten Knochen, ein Hakenkreuz und die Worte „Freiheit, Gleichheit Brüderlichkeit – Toddem König“ auf die Haut stechen.
Quelle:
http://www.mmanuskriptt.de/resources/T$ ... ierung.pdf
Wie viele Revolutionäre tätowiert waren, wissen wir nicht. Es wäre schon sehr merkwürdig, wenn der einzige tätowierte Revolutionär jener gewesen wäre, der es zum König gebracht hat: nämlich Bernadotte, der Ahnherr des schwedischen Königshauses, der als schwedischer König Karl XIV. seine Tätowierungen so sorgfältig zu verbergen wusste, dass sie erst nach seinem Tode entdeckt wurden: mit dem für einen König doch etwas merkwürdigen Schriftzug „Tod dem König“ und dazu neben den Initialen, dem Geburtsdatum und einem Totenkopf auch ein Hakenkreuz.
Quelle:
http://www.ooegeschichte.at/datenbanken ... e/tattoos/
The King's Tattoo
[ This text is also available in Swedish ]
Charles XIV John, King of Sweden 1818-1844, had a tattoo which said "Death to Kings" or "Long live the republic"
Jean Bernadotte was a military officer in the French army during the revolution. Perhaps it was during this time, perhaps through the very anti-monarchistic Club des Jacobins of Robespierre, that he got the alleged tattoo as described above. It had of course to be hidden very well later on, in particular when he in 1810 got elected heir-presumptive of the Swedish throne, and even more so when he became King of Sweden (he's the ancestor of the current royal family). In some versions the tattoo is revealed on his deathbed.
The story is amusing, not unthinkable, included in several history books, and untrue. It was coined in the comedy Le Camarade de Lit, "The Bedfellow", by Louis-Émile Vanderburch and Ferdinand Langlé. It premiered in 1833, at the Paials-Royal of all places, and was quite a success with the audience (less so with the King). The tattoo is part of the play, used for extortion:
... The ex-grenadier reminds the King that he had once tattooed his arm with gunpowder. Carried away by old associations the King pulls up his sleeve and displays the indelible imprint of a Phrygian Cap and of a revolutionary motto, which is said to have been Mort aux Rois. The disclosure of this secret is the turning-point of the piece. The King is placed in such a dilemma by this compromising discovery that, in order to save himself from the necessity of abdication, he is compelled to give his consent to the marriage of the hero and the heroine, thus bringing the curtain down upon a happy ending to the play.
Sir Dunbar Plunket Barton
Sir Dunbar and several others claim the tattoo read Mort au[x] Roi[s] or Mort aux tyrans, "Death to the king[s]/tyrants". Another suggestion with an American ring is Liberté ou la Mort, "Liberty or death". But when the tattoo is described in the play -- it is of course much too small to be visible from the stage -- it is with the text Vive la République, "Long live the Republic":
Thiébault, riant et montrant le bras du roi.
Ah! ah! ah! c'est bien ça. Thiébault pinxit... avec de la poudre à canon... le bonnet phrygien et vive la république sur le bras d'un roi... Fameux! fameux! (Ils rient tous deux aux éclats en mettant leur uniforme.) (Regardant le roi avec satisfaction.) Oh! morbleu! que vous êtes bien comme ça!...
Thiébault laughs and shows the king's arm:
Ah! ah! ah! very well. Thiébault made it... With gunpowder... The phrygian cap [another revolutionary icon] and vive la république on a royal arm... Fantastic! fantastic! (They laugh out loud and put on their uniforms.) (Looking at the king with satisfaction.) Oh! Damn! That's what you're like!...
Le Camarade de Lit, scene X
(my rough translation)
Swedish author Staffan Skott mentions a very genuine letter with an equally ironic phrase, published in several French and English papers:
Being a republican both by principle and by conviction, I want to fight all royalists to my death.
Bernadotte (1797)
Sources:
Sir Dunbar Plunket Barton, The Amazing Career of Bernadotte 1763 to 1844 (London 1929), page 347
"Revolutionärt som vår monarki" ["Revolutionary like our monarchy"] on the Herman Lindqvist's book, Ystads Allehanda July 11, 2009
Louis-Émile Vanderburch och Ferdinand Langlé, Le camarade de lit (Paris 1834), scene X
Staffan Skott replies reader's questions "Hade Karl XIV en revolutionär tatuering?", ["Did Charles XIV have a revolutionary tattoo"] mailed question in Populär Historia 6/1996
Thanks to Tom Foley, reference librarian at the National Library of Australia, who found the play for me
Peter Olausson
Quelle:
http://www.faktoider.nu/bernadotte_eng.html
Image from a Japanese tattoo convention in 1961.https://www.facebook.com/TheVanishingTa ... =1&theater
K-ink-Man hat geschrieben:Alle Informationen sind (versteckt in einer immensen Menge von Quark) jederzeit verfügbar!
Noch bis Mittwoch ist die Ausstellung „Ötzi – Der Mann aus dem Eis“ im Villinger Franziskanermuseum zu sehen. Gestern, am Tag der letzten öffentlichen Führung, war das Interesse derartig groß, dass eine zweite Führung organisiert werden musste.
Villingen-Schwenningen. Außerdem gab es Tätowierkunst nach traditioneller Art und ohne Maschine zu erleben. Enorm war das Interesse gestern bei der letzten öffentlichen Führung durch die Ötzi-Ausstellung im Villinger Franziskanermuseum, die nun schon seit knapp zwei Monaten und noch bis Mittwoch dort zu sehen ist. Bei über 50 Teilnehmern musste Führerin Christina Ludwig ein Stopp setzen und die noch Wartenden auf eine kurzfristig angesetzte, zweite Führung vertrösten, damit auch alle Platz hatten in den Räumlichkeiten des alten Klosters.
„Seit ungefähr zwei Jahren sind unsere öffentlichen Führungen gut besucht“, erzählt Christina Ludwig. Die große Nachfrage gestern schiebt sie aber auch auf das unbeständige Wetter, das wohl viele für einen Museumsbesuch motiviert hat. Zumal es ja die letzte Möglichkeit für die Ötzi-Ausstellung war, die in den gesamten zwei Monaten insgesamt viele Besucher angelockt hat, erinnert sich auch Ludwigs Kollege Harald Reichenbach: „Die Ausstellung war sehr gut besucht. Vor allem bei den Führungen waren immer um die 40 Besucher in der Ausstellung.“ Dort wurden sie dann mitgenommen auf eine Reise durch die Zeit, zurück in den Lebensraum des Ötzis, aber auch durch die Forschungs- und Ausgrabungsgeschichte.
Schautafeln in Kombination mit Pfeilspitzen, Fotografien, Keramikformen und Gürteln und sogar eine Ötzi-Figur sorgen für zusätzliche Anschaulichkeit. Das wurde am Sonntag allerdings noch getoppt, als die Welt Ötzis quasi am lebenden Beispiel in das ehemalige Franziskanerkloster geholt wurden: Nach traditioneller Methode, also ohne Maschine und nur mit der Hand, tätowierten Claus und Sabrina Neugart Motive der Ötzi-Zeit auf neuzeitliche Körper.
https://www.facebook.com/claus.neugart
Denn nicht nur heutzutage sind die kleinen Bildchen unter der Haut extrem beliebt, auch damals trug man gerne Körperschmuck. So hat Ötzi selbst über 50 Tätowierungen auf seinem Körper, kleine Wolfsköpfe, Pfeilspitzen oder einen Stier.
Seit gestern haben auch einige Doppelstädter diese Motive auf ihrem Körper, wie etwa Anika Wäscher. Sie hat sich für einen Wolfskopf auf der Wade entschieden, den ihr Sabrina Neugart in eineinhalbstündiger Handarbeit unter die Haut gestochen hat – mit einer Nadel, die sie an einem Holzstock, den sie im Schwarzwald selbst gesammelt und zurecht geschnitzt hatte, befestigt hat. Für Anika Wäscher war die Motivation zum Tattoo vor allem die Erfahrung und der historische Hintergrund, das gleiche Bild wie der Ötzi zu haben. Denn das Bild hat sie spontan aus dem Fundus ausgewählt. Den Stechvorgang ohne Maschine fand sie allerdings sogar angenehmer: „Es tut nicht so weh.“ Das liegt daran, dass die Tätowiermaschine ja viel schneller und öfter sticht als der Mensch. Da wird die Haut wesentlich stärker verletzt, sodass auch der Heilungsprozess länger dauert. „Es ist einfach eine natürliche Methode“, sagt Tätowierer Claus Neugart, der in seinem Studio übrigens hauptsächlich mit der traditionellen Methode arbeitet: „Es macht mir auch einfach viel mehr Spaß.“ Der Grund, warum man nun auch im Museum steche, sei dass man zeigen wolle, dass Tattoos nichts Asoziales, sondern vielmehr Kunst seien, erklärt Sabrina Neugart. Für den Ötzi selbst hatten die kleinen Bildchen aber vermutlich hauptsächlich medizinischen Nutzen, denn die sind an Stellen am Körper angebracht, die am stärksten unter Abnutzungserscheinungen zu leiden haben. So geht man davon aus, dass die Körperkunst auch eine schmerzlindernde Funktion hatte. Aus welcher Motivation heraus man das Bild denn nun auch haben mag, es bringt einen ein kleines Stück näher an die Zeit des Mannes aus dem Eis – genau wie die am Mittwoch zu Ende gehende Ausstellung im Franziskanermuseum. ⋌ds
K-ink-Man hat geschrieben:Alle Informationen sind (versteckt in einer immensen Menge von Quark) jederzeit verfügbar!