Wie reagieren Tattoos zur Allergiesaison?

Allgemeines zum Thema Pflege, Verträglichkeit etc

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Wie reagieren Tattoos zur Allergiesaison?

Beitragvon Elasa » 28.05.2026 4:49

Hallo!

Vor bald 15 Jahren habe ich hier nach Studios für farbenfrohe Tattoos gesucht (und davor mit anderem Account noch als Schülerin vor fast 20 Jahren, wie ich gerade entdeckt habe, als ich den ersten Post dieses Accounts gelesen habe).
Ich wollte dann 2013/14 zu Marie Kraus, der Termin musste aus blöden Gründen abgesagt werden, all die Jahre wollte ich weiterhin das farbige Tattoo, das Leben kam aber enorm dazwischen: Kurzum - dieses Jahr klappt es endlich und ich werde mir etwas (hoffentlich schönes) bei meinem Termin bei Emrah Lausbub holen, mein erstes und hoffentlich noch lange nicht letztes Tattoo mit näher an den 40 als den 30 Jahren. Nunja, besser spät als nie!

Ich leide an einigen typischen Allergien (vor allem gegen Pollen, Hausstaubmilben und Tierhaare) und habe ab und zu ein dishydrotisches Exzem an den Extremitäten, ganz selten auch einmal Kälteurtikaria. Zudem schleppe ich ein, zwei Autoimmunerkrankungen mit mir herum - komme aus einer vorbelasteten Familie.

Ich habe im Web und auf Social Media öfter gelesen, dass Tattoos, insbesondere bunte mit roter Farbe, in der Allergiezeit stark jucken, und darüber hinaus beim Auflammen von Autoimmungeschehen, z.B. im Rahmen von Schüben bei bestehenden Erkrankungen, extrem anschwellen können (unabhängig vom Alter der Tattoos).

An alle AtopikerInnen und Leute, die ähnlich autoaggressive Immunsysteme wie ich haben: Was sind Eure Erfahrungen? Sind die Tattoos im Frühjahr und Sommer zur Allergiehochsaison nur mit Kortisonsalbe zu ertragen? Gibt es Tricks zur Pflege, neben den üblichen (Haut eincremen, Sonnenschutz verwenden, Sonne meiden usw.)?


Bei mir sind die Allergien momentan aufgrund der Gräsersaison am stärksten, zumindest die Nase halte ich aber mit gefühlt einer Tonne Mometason-Nasenspray in Schach. Aber der hilft bei tränenden Augen und trockener Haut nur bedingt - und vermutlich auch nicht bei urtikariell reagierenden Tattoos.


Vielen Dank!
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Wie reagieren Tattoos zur Allergiesaison?

Beitragvon BassSultan » 28.05.2026 8:09

Ich fürchte ich verstehe die Hälfte der Ausdrücke nicht und gehöre auch nicht zu den angesprochenen Gruppen.

Was ich aber sagen kann aus eigener Erfahrung: meine roten Anteile waren auf jeden Fall die die am längsten zum abheilen gebraucht haben und bestimmte Teile davon machen heute noch „Probleme“ (leicht erhaben wenn ich mich kratze an bestimmten Tagen - habe aber noch nicht verstanden wann das der Fall ist, selten auf jeden Fall. Juckt minimalst. Also zum Glück alles in allem keine Einschränkung)

Das bin aber nur ich, allgemein dürfte es auch so sein dass gewisse rote Farben mehreren Leuten Stress machen. Gibt es whs auch den einen oder andern Beitrag hier im Forum.. was da jetzt noch nicht bekannt ist sind eventuelle neue Farben nach der REACH Verordnung - vielleicht hat sich da was getan, da bin ich leider einfach nicht up to date :)

Edit: was spricht gegen ein beratendes Gespräch mit jeweils einer Ärztin und der ausführenden Künstlerin?


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Re: Wie reagieren Tattoos zur Allergiesaison?

Beitragvon Elasa » 01.06.2026 22:37

Hallo!

Vielen Dank für Deine Antwort!


Puh, ich glaube, meine Ärztin frage ich da nicht, ich habe mal erlebt, dass eine Ärztin mir folgende Gleichsetzung darlegte: Tattoo=Selbstverletzung=Borderline-Störung (ich habe keine Diagnose dafür o.O). Bei einer Freundin haben sie ihre drei Tattoos (kleine Disney-Motive) sogar herangezogen zur Verdachtsdiagnose auf Borderline, als sie mit einer Angststörung in einer Klinik war. Hat sich nicht bestätigt.

Und ein Kumpel eines ehemaligen Kommilitonen arbeitet als Arzt in einer Klinik und erzählte mir mal, dass er, wenn er Patienten mit Tattoo habe, sich zu 90% sicher sein könne: "Die sind gesetzlich krankenversichert. Tattoos ist halt immer ein Assistempel." Diese beiden Erlebenisse haben mein Vertrauen in Tattoo-Beratung bei Ärzten etwas erschüttert... Aber ich werde mal bei Tattoo-kundigen und dem Künstler nachfragen.
Zuletzt geändert von Elasa am 02.06.2026 13:45, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie reagieren Tattoos zur Allergiesaison?

Beitragvon BassSultan » 02.06.2026 0:01

Heftig, ist mir zum Glück so noch nie passiert (allerdings war ich bis jetzt mit tattoos nur aus anderen Gründen bei Ärzten).. und richtig unprofessionell irgendwie.
Schade wenn das dann (auf) Leute trifft die nicht super gefestigte Charaktere sind und mit allen verfügbaren Beinen im leben stehen, das macht ja dann trotzdem was mit einem, auch wenn man weiß dass einen die tattoos nicht sofort zum asi oder borderliner machen.


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Re: Wie reagieren Tattoos zur Allergiesaison?

Beitragvon Elasa » 02.06.2026 13:42

Ja, total! Ich nehme das nicht ernst und es ändert meinen langjährigen tiefen Wunsch nach Tätowierungen nicht, wobei mich das mit dem Borderline-Ding schon etwas beschäftigte (ich glaube, das wurde mir 2017 gesagt?), da Persönlichkeitsstörungen ja super schwer therapierbar sind und ich daher ungern eine hätte. Aber, hey, I mean - 20 Jahre Tattoowunsch, das ist ja nicht super impulsiv (allerdings war die Terminvereinbarung vor einem Monat tatsächlich eine Impulsentscheidung nachts um 2 :D ), und auf den Schmerz habe ich auch keinen Bock, muss halt sein. Ich meine aber, dass es sogar Studien gibt, die beides miteinander in Verbindung setzen. Finde ich auch nicht schlimm per se, wenn Menschen mit den Tattoos (sogar langfristig) glücklich sind oder sie zumindest damit leben können (und sie keine Nazidinge usw. tätowiert haben), ist mir doch egal, welche Diagnosen irgendwo eine (oder auch keine) Rolle spielt.

Jedoch haben die Arzt-Erlebnisse dazu geführt, dass ich befürchte, dass der Ratschlag einfach nicht fundiert wäre (z.B. generelles Abraten, weil sie denkt, die Farben seien nicht reguliert). Es gibt ja auch genügend Ärzte, die Piercern nicht trauen, da die keine fachärztliche Ausbildung in Chirurgie hätten.
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Re: Wie reagieren Tattoos zur Allergiesaison?

Beitragvon BassSultan » 02.06.2026 18:24

Also Studien und papers gibt es zu jedem erdenklichen Thema :) auch wortwörtlich zu kacke („Projectile Trajectory of Penguin Faeces“, Tajima & Fujisawa, 2020).
Was dabei rauskommt und ob das was zu bedeuten hat, muss man sich dann immer im Detail ansehen.

Ich find diese absolute Art der Gleichsetzung schon mal sehr bedenklich, damit würde ja schon ein Gegenbeispiel (ich würde mich freiwillig zur Verfügung stellen) reichen um so einen geistigen dünnschiss zu widerlegen. Naja. Nicht Zuviel ärgern :)

Soll aber jetzt auch kein Aufruf zum Ärzte-boykott werden hier :) vielleicht gibt es für jede Person auch eine Ärztin die gut zu einem passt und oft gibt es ja in der Gegend zum Glück auch mehr als einen zu dem man gehen kann.


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