Tattoos und Psyche

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Tattoos und Psyche

Beitragvon Rübezahl » 06.08.2019 10:55

Eine Freundin von mir erwähnte letzte Woche in einem Gespräch, dass sie seit einiger Zeit schon kein Bedürfnis nach einem neuen Tattoo hat. Sie ist seit Anfang des Jahres in einer neuen Beziehung und es geht ihr sehr gut.

Wenn ich das bei mir so überdenke ist es wirklich so, dass ich den Entschluss zu einem neuen Tattoo immer dann gefasst habe wenn es mir nicht so gut geht. So als würde man den inneren Schmerz mit etwas anderem überdecken wollen.

Ist es bei euch ähnlich? Bzw. habt ihr auch diese Erfahrung gemacht?
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Re: Tattoos und Psyche

Beitragvon s9512000 » 06.08.2019 11:21

Kurze Antwort: Nein.

Das Tattooprojekt war ein lange geplanter (über 10 Jahre) Lebenstraum, der, als alles passte, in die Tat umgesetzt und relativ zügig (etwas über 4 Jahre) durchgezogen wurde.
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Re: Tattoos und Psyche

Beitragvon Miral » 06.08.2019 12:18

Nope - ich lass mich tätowieren wenn ich down bin und wenn ich happy bin.
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Re: Tattoos und Psyche

Beitragvon strangefruit42 » 06.08.2019 13:27

Ich habe mich tätowieren lassen, wenn ich inspiriert war und ein Motiv haben wollte. Wenn es mir dreckig geht, hätte ich keine Inspiration. Vielleicht gibt es ja sogar Fälle, wo sowas psychisch bedingt sein mag. Aber ich denke mal, das ist nicht die Regel.
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Re: Tattoos und Psyche

Beitragvon Miss*Butterfly » 06.08.2019 14:07

Auf mich trifft das auch nicht zu. Ich habe den Entschluss mich tätowieren zu lassen in einer absoluten Hochphase in meinem Leben gefasst. Wohl wissend, dass diese Phase nicht ewig anhalten wird. Vielleicht wenig im Sinne eines Zehrbrots für negative Phasen und als Erinnerung an das Gute in meinem Leben. Deshalb trage ich auch nur Motive die für mich positiv besetzt sind.
Der Mensch hat pausenlos Ideen, ja der Mensch ist zu beneiden. Doch die Kunst ist bei den Ideen gut und schlecht zu unterscheiden.
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Re: Tattoos und Psyche

Beitragvon DanielSVD » 06.08.2019 16:24

Meine letzten Tattoos sind alle in durchaus positiven Lebensabschnitten gemacht worden :D
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Re: Tattoos und Psyche

Beitragvon Segler » 06.08.2019 17:18

Klare Antwort: Nein

Meine (wenigen) Tattoos sind in relaxten Lebensphasen entstanden, also weder Stimmungstief noch Euphorie, vielleicht das, was die antiken Philosophen mit eudaimonia zu bezeichnen pflegten, also etwa ausgeglichen und mit sich selbst im reinen sein.

... und das war auch gut so :lol:

Tattoos taugen meiner Meinung nicht zur "Bewältigung" psychischer Probleme oder auch nur Stimmungstiefs. Sie verewigen die problematische Lebensphase eher.
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Re: Tattoos und Psyche

Beitragvon *sanna* » 06.08.2019 19:59

Keine besondere Lebensphase und kein Grund bei mir. Ich hab das Tattoo gemacht weil ich es konnte ;-)
Die Zeit war einfach richtig, es sich alles so gefügt und war ein rundum tolles Erlebnis.
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Re: Tattoos und Psyche

Beitragvon Rübezahl » 06.08.2019 20:51

Danke für eure Antworten.

Es ist nicht so, als wären meine Tattoos nicht geplant, ich weiß z. B. ziemlich genau was ich mir noch stechen lassen möchte.
Nur der Zeitpunkt ist anscheinend immer eine nicht ganz so positive Phase. Das Motiv ist allerdings immer fröhlich und bunt
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Re: Tattoos und Psyche

Beitragvon lesnurmit » 06.08.2019 20:51

ich richte mich nach dem Geldbeutel :wink:
ist wirklich so ...
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Re: Tattoos und Psyche

Beitragvon El_Hoschto » 07.08.2019 6:07

Mit Psyche hat das bei mir wohl auch weniger zu tun. Ideen sind im Kopf und dann kommt es nur auf Priorität an...was das finanzielle angeht. Steck ich meine Kohle in den Luxus einer Tätowierung oder verwende ich es dann doch für schönere und sinnvollere Sachen :wink:
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Re: Tattoos und Psyche

Beitragvon Inaah » 07.08.2019 11:48

Kann mich da El_Hoschto nur anschließen.
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Re: Tattoos und Psyche

Beitragvon Fitch » 07.08.2019 23:42

Tattoos sollen mir gefallen.

So seh ich das.
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Re: Tattoos und Psyche

Beitragvon BassSultan » 08.08.2019 8:26

@fitch Es mag dir vlt tatsächlich nicht klar sein dass das eine psychische Störung ist unter der viele Menschen leiden, so einen Level an Ignoranz kann ich mir aber nur schwer vorstellen. Wenn du sowas witzig findest oder für flapsige Sprüche missbrauchst bist du leider falsch hier.

Ich habe dich schon vor ein paar Tagen gebeten die scout Regeln einzuhalten, jetz möchte ich dich noch mal ganz explizit auf den ersten Abschnitt mit der netiquette verweisen.

Du darfst jetz gerne angepisst sein oder beleidigt oder was auch immer, würde mich aber mehr freuen wenn es ein Anlass zur selbstreflexion werden könnte.

Formal ist das jetz eine Verwarnung, mit allen dazugehörigen Implikationen (nächstes Mal temporärer bann, danach dauerhaft).

Grüße


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Re: Tattoos und Psyche

Beitragvon kathrin94 » 08.08.2019 19:58

Teils teils. Hab bis jetzt erst 2 Tattoos. Das 1. ist ein Andenken, Schutzengel für meinen Kater. Als ich mir das stechen ließ, ging's mir nicht gut.
Das 2. war um die vergangenen Jahre, die für mich sehr schwierig waren, zu "verarbeiten" aber für mich mit einer positiven Bedeutung.
Kann somit deine Gedanken gut nachvollziehen.

Haben die Motive für dich eine positive oder negative Bedeutung? Bzw. Geht's dir danach besser oder nur temporär?
Ist es immer der gleiche Grund, warums dir nicht gut geht oder hat der Prozess des tätowierens für dich eine "heilende" Wirkung?
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