Śāradā-/Devanāgarī-Lettering für ved. Sanskrit gesucht

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Śāradā-/Devanāgarī-Lettering für ved. Sanskrit gesucht

Beitragvon Aśvinā » 26.09.2020 12:10

Hallo liebe Tattoo-Community,

ich habe eine vermutlich etwas speziellere Frage, zudem konnte ich Foreneinträge zumindest grob zu dem Thema nur vor ca. sieben Jahren finden. Ich bin noch ungestochen, möchte das aber endlich ändern!

Es geht um das Thema Sanskrit-Tattoos, ich suche aber keine Motive, keine Sinnsprüche, o.dgl. Ich bin studierter und nun promovierender Indologe, liebe das Lesen und Interpretieren der vedischen Literatur, mich in Manuskripte zu vertiefen, und Sanskrit selbst zu lehren. Gibt es nun bevorzugt in Berlin oder generell in Deutschland (auf den Achsen Berlin-Hamburg od. Berlin-Frankfurt, bin Pendler und viel unterwegs) jemanden, die oder der sich außerordentlich auf’s Lettering südasiatischer Silbenschriften versteht?

Die gesamte Sanskrit-Vorlage käme natürlich von mir, stilistisch wäre sie angedacht, wie im angehangenen Bild, einem Screenshot aus einer der Handschriften, mit denen ich arbeite, geschrieben im regionalen kaschmirischen Script, der Śāradā; im Zweifel ginge vermutlich aber auch Devanāgarī, das verbreitetste Script für Sanskrit (und Hindi).

Bildschirmfoto 2020-09-26 um 11.14.39.png
Bildschirmfoto 2020-09-26 um 11.14.39.png (995.38 KiB) 223-mal betrachtet

Ich überlege wegen einer Art ’Armband‘, in dem dann in mehreren Zeilen untereinander (d.h. vom Handgelenk den Unterarm hoch) aus dem R̥gveda zitiert wird. Abgesehen von der Sprachebene habe ich allerdings keine Ahnung, wie man das noch verzieren kann oder überhaupt sollte. Es ist R̥V 10.127, mein liebster Hymnus gewidmet der Nacht (der einzige an diese Göttin im gesamten R̥V), wo es u.a. heißt:
Weithin ausgefüllt hat die unsterbliche Göttin [Nacht] die Tiefen, die Höhen;
mit ihrem Glanz bändigt sie die Finsternis. (2)
Einstweilen hat die Göttin herannahend ihre Schwester, die Dämmerung fortgewiesen;
fort, ja, soll nun auch die Finsternis ziehen. (3) [...]
Halte fern die Wölfin, den Wolf, [o Nacht]; halte fern den Dieb, o Wogende;
so sei uns gut zu durchqueren. (6) [...]“

Dieser Hymnus steht wohl sehr für den außerordentlichen Einschlag, den das Erlernen des Sanskrit und das Ankommen in meinem Institut für mein Leben hatten, aus meinem bis dato ’tiefsten Tal‘ kommend habe ich mich in der Zeit überhaupt erst selbst gefunden, meine größte Leidenschaft zudem, und habe mit Ehrfurcht vor dem R̥V die Hymne an die Nacht auf meinen Wunsch hin im Original lesen, interpretieren und übersetzen dürfen.

Habt schon mal vielen Dank im Voraus, ich bin für jeden Hinweis dankbar. Und ich entschuldige mich schon mal dafür, wenn ich bei der einen oder dem anderen ein kleines Reizthema mit diesem Sanskrit anspreche :) zumindest geht es mal nicht nur um ein kleines om̐.
Aśvinā
 
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Re: Śāradā-/Devanāgarī-Lettering für ved. Sanskrit gesucht

Beitragvon BassSultan » 26.09.2020 20:40

Ich denke man kann davon sprechen dass du dich mit dem Thema etwas auseinander gesetzt hast ;)
Insofern wird sich wohl die Kritik in Grenzen halten


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BassSultan
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