Ein paar Grundfragen einer Tattoojungfrau

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Ein paar Grundfragen einer Tattoojungfrau

Beitragvon Kalua » 12.01.2019 1:33

Hallo ^^

Ich bin ja am Überlegen für mein erstes Tattoo (Oder... Meine ersten... Je nachdem). Ich hoffe einmal mal hier passt das, sonst bitte einfach verschieben! Ich war mir nicht sicher, ob es hier oder bei den Motiven besser aufgehoben ist.

Motiv(e)
Da fängt's schon an - Ich habe insgesamt drei Ideen bisher, wobei eine davon bisher nur recht grob besteht.
Nummer 1 wären Flügel, die über den ganzen Rücken gehen würden. Links weiß mit einigen farbigen Federn, rechts schwarz mit golden Spitzen.
Nummer 2 wäre auf dem linken Arm; Pfotenspuren von etwas unter dem Ellbogen bis zum Oberarm, die zu einem liegenden Wolf führen würden, der zu einem Sternenhimmel aufschaut
Nummer 3 - die am wenigsten geistig ausgearbeitete - wäre dann auf dem rechten Oberarm, ein Shinai gekreuzt mit einem Schwert; darüber die Japanischen/Chinesischen Zeichen "Ai" (Liebe) und "Yume" (Traum), darunter in koreanischer Schrift "Chinguu" (Freunde), und wenn schon nicht alles, dann zumindest die koreanische Schrift Regenbogen.

Die Fragen
1. Auf dem Rücken habe ich so einige Leberflecke, und schon gehört, dass man die nicht überstechen kann bzw sollte. Da wäre dann die Frage, wie sehr sie beim Freilassen auffallen, oder ob es nicht mehr Sinn macht, die vorher loszuwerden. Wenn ich schon viel Geld für ein Tattoo zahle, dann würde ich lieber etwas mehr zahlen, um den Rücken vorher freizumachen und dafür sicher zu sein, dass es gut aussieht, als dass ich am Ende unzufrieden bin. Da ich das selbst schlecht sagen kann - Würde ein Tätowierer sich die "Leinwand" vorher anschauen und sowas zur Sprache bringen? Und/oder sagen, welche der Leberflecken am meisten im Weg sind?

2. Gibt es grobe Schätzungen, mit wie viel Zeit ich rechnen sollte? Nicht nur die Zeit, die ich genadelt werde, sondern auch quasi die Zeit vom Anfang bis es fertig ist? Natürlich kommt das stark auf den Tätowierer und den Hauttyp an, das ist mir klar, aber so ein paar grobe Richtlinien wären schön. Ich werde ja nicht ewig an meinem Studienort bleiben, und würde ungern (mal übertrieben gesagt) noch zwei Jahre länger hier sitzen bleiben als nötig wäre.

3. In Verbindung mit dem oben: Wie wäre das eigentlich am sinnvollsten zu machen? Ich bin nun, zugegebenermaßen, ein tendenziell ungeduldiger Mensch; wäre es - vorausgesetzt, der Tätowierer hat genügend freie Termine etc. - sinnvoller, quasi alle drei Tattoos auf einmal zu holen, damit beispielsweise an einem Arm gearbeitet werden kann während Rücken und anderer Arm noch abheilen? Oder würde das kaum Unterschied machen, und ich könnte genausogut eins nach dem anderen stechen lassen, um mehr Zeit zum Geldsparen zwischendrin zu haben?

Und nach den Kosten frage ich gar nicht erst, beim Stöbern ist mir aufgefallen, dass das wohl nicht zum guten Ton gehört. Also gehe ich erstmal einfach von "sehr teuer" aus und bete für eine positive Überraschung, wenn ich mich dann irgendwann für einen Tätowierer entschieden habe :lol:

Vielen lieben Dank schonmal für eure Antworten! ♥
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Re: Ein paar Grundfragen einer Tattoojungfrau

Beitragvon Detritus » 12.01.2019 10:44

1.) Mit dem Künstler den Du sorgfältig ausgesucht hast (und nicht das Studio welches gerade Termine frei hat) anhand des konkreten Wunschtermins besprechen. Gute Studios haben eh genug Wartezeit, so dass man sich ggf. vorher noch was entfernen lassen kann.

2.) Was kostet ein rotes Auto? Wie lange das dauert kann Dir wieder das gewählte Studio anhand des konkreten Motivs sagen.

3.) Fang doch erst einmal „klein“ an und starte mit einem Tattoo. Ungeduld und Tattoos sind eigentlich immer die denkbar schlechtesten Voraussetzungen bzw. sehr oft eine Garantie für spätere Gurken.

Du weißt ja noch nicht wie Dein Körper reagiert und ob Du überhaupt schon wieder in der Lage wärst Dich woanders stechen zu lassen während Projekt 1 noch abheilt.
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Re: Ein paar Grundfragen einer Tattoojungfrau

Beitragvon Kalua » 12.01.2019 18:46

1.) Keine Sorge, ich hatte nicht vor, einfach den schnellsten Weg zu nehmen :) Muss das Zeug ja mein Leben lang mit mir herumtragen. Die Frage war also auch eher, ob der Tätowierer sich das evtl einmal anschaut und Tipps gibt, welche vorher weg sollten und welche nicht so auffallen würden, oder ob das ganz auf den Tätowierer ankommt, zu dem man dann geht.

2.) Ich habe eigentlich nur auf eine sehr grobe Schätzung in Richtung "Meist unter einem Jahr" oder "Vielleicht zwei bis vier Jahre" oder so etwas gehofft - Aber gut, wenn es auch dafür zu unterschiedlich ist, muss ich mich damit wohl oder übel abfinden.

3.) Da hast du wahrscheinlich Recht. Muss ich mich also erstmal zügeln, und abwarten, ob mein Körper dann jemals meine geistige Wunschliste einholt :mrgreen:
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Re: Ein paar Grundfragen einer Tattoojungfrau

Beitragvon BassSultan » 12.01.2019 20:10

Also die meisten Leute von denen ich bis jetzt gehört habe bzw selbst erlebt habe, machen es eigentlich so dass bereits angefangene Projekte eher bevorzugt werden bei der Termin Vergabe. Anfängliche Wartezeiten sind normal aber wenns dann mal losgeht dann sollte es meistens zügig voran gehen

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Re: Ein paar Grundfragen einer Tattoojungfrau

Beitragvon strangefruit42 » 12.01.2019 20:33

Zuerst mal: Um Himmels Willen! Noch untätowiert und schon so viele Pläne? Wo soll das hinführen? Die Sucht nach Tattoos zieht nach dem ersten im Allgemeinen noch an! Sonst bist in zwei Jahren schon komplett zugemalt! :lol:

Wovon ich ganz persönlich abrate, ist, mehrere Projekte quasi zeitgleich angehen zu wollen. Aus einem einfachen Grund: Ein frisches Tattoo ist eine offene Wunde. Dadrauf liegt man gemeinhin nicht beim Schlafen. Jetzt überleg mal: Ein ganz frisches Teil, ein halb abgeheiltes, und ein sagen wir dreiviertel abgeheiltes Tattoo, das schon wieder auf die Fortführung wartet ... Das ist maximaler Stress für den Körper; tu ihm das nicht an. Zumal Du Riesendinger willst. Fang erstmal klein an und schau, wie Du das überhaupt verkraftest.

Was Preise angeht, stimmt, da kann man einfach nichts sagen. ABER soviel kann man, denke ich, fest halten: Du wirst mit allen drei Tattoos zusammen von dreistelligen Beträgen sehr sehr sehr weit entfernt sein, selbst wenn Dir der gleiche Tätowierer Mengenrabatt gibt. Besagtem Tätowierer musst Du übrigens vertrauen. Alleine deshalb schon sollte man einen Schritt nach dem anderen gehen.
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