Vorstellung (und ein paar Fragen ;))

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Vorstellung (und ein paar Fragen ;))

Beitragvon MaBaKu » 11.10.2021 18:04

Hallo zusammen,

nachdem ich schon seit einiger Zeit hier im Forum mitlese und mitbekommen habe, dass ja auch einiges schief gehen kann beim ersten Tattoo, wollte ich mich einmal kurz vorstellen und Euch ein paar Fragen stellen (und so vielleicht den ein oder anderen Fehler vermeiden :D).

Ich bin Basti, 34 Jahre alt, komme aus dem schönen Rheinland und bin bislang nicht tätowiert, was sich aber in näherer Zukunft ändern soll :)

Stilistisch gefallen mir vor allem Traditional / Oldschool Sachen sehr gut (z.B. https://www.instagram.com/matthew_houston). Allerdings habe ich das Gefühl, dass es innerhalb dieses Stils sehr viele Varianten gibt. Gibt es zwischen den einzelnen Begriffen ("traditional", "western-traditional", "oldschool", etc.) noch einmal Unterschiede und mit welchem Begriff würde man Tattoos wie die obigen am besten beschreiben?


Die zweite Frage ist der Klassiker nach einem guten Studio. Da Vancouver dann doch ein wenig weit weg ist, habe ich mich nach Tätowierern in Deutschland umgeschaut, die einen ähnlichen Stil haben :) Sehr gut gefallen mir bisher
- Marvin Diekmaennken (https://www.instagram.com/marvin_diekmaennken/)
- Clemens Hahn (https://www.instagram.com/clemens_hahn/)
- Felix Kienzle (https://www.instagram.com/felixkienzle/)

Könnt Ihr die alle uneingeschränkt empfehlen, oder würdet ihr aufgrund der gezeigten Arbeiten von jemanden abraten? Mir fehlt da leider noch ein wenig die Erfahrung, um insbesondere die "handwerkliche Umsetzung" richtig beurteilen zu können. Habt Ihr sonst noch Empfehlungen für gute Tätowierer die in diesem Stil stechen (gerne in Köln oder NRW, würde aber nach weiter fahren, solange es vielleicht innerhalb Deutschland ist).


Die letzte Frage ist vor dem ersten Tattoo vielleicht noch etwas weit in die Zukunft gedacht, aber ich finde vor allem so mehrere gesammelte Tattoos ("Patchwork-Stil") gut (z.B. https://www.pinterest.de/pin/837739968190473558/ oder https://www.pinterest.de/pin/837739968190480925/)

Da ich mir sowas langfristig zumindest vorstellen kann würde mich interessieren, ob man das schon vor dem ersten Tattoo berücksichtigen sollte und ob es sich anbietet, bestimmte Körperregionen (z.B. einen Arm) dann von demselben Tätowierer machen zu lassen? Bei richtigen zusammenhängenden Sleeves wird das ja immer empfohlen, aber wie ist das bei gesammelten Tattoos? Sind die wirklich einfach "gesammelt", oder gibt es da bzgl. Anordnung, Positionierung, etc. doch so eine Art "Gesamtkonzept", das man von Anfang an beachten sollte?

Vielen Dank schon mal für Eure Antworten und viele Grüße :)
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Re: Vorstellung (und ein paar Fragen ;))

Beitragvon strangefruit42 » 14.10.2021 14:53

Ich sage jetzt einfach mal hallo, auch wenn ich Dir bei Deinen Fragen kaum helfen kann, weil ich mich im Oldschool-Bereich so gar nicht auskenne. Soweit ich das erkennen kann, sehen die Arbeiten von den deutschen Inkern alle nicht übel aus. Ein Gurkenfabrikant ist auf jeden Fall nicht dabei.

Die Begriffe Traditional und Old School sind meines Wissens nach synonym, beschreiben also das selbe. Western Traditional grenzt vermutlich nur die traditionellen Tattoos "unserer" Kultur von den asiatischen oder indigen Beeinflussten ab.

Der Stil, der Dir gefällt, geht - glaaaauuube ich - in den Neo Traditional rein. Also eine Weiterentwicklung des Old School, etwas verspielter, etwas mehr Tiefe. Aber dazu kann wer anders BESTIMMT mehr sagen. Rührt Euch, Leute!
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Re: Vorstellung (und ein paar Fragen ;))

Beitragvon FlyBirdFly » 06.12.2021 19:36

Hey, der Thread hat ja schon ein paar Wochen auf dem Buckel, aber falls du noch reinschaust, wollte ich dir bezüglich der Patchwork-Frage meine Erfahrung schildern.
Ich habe einen Arm gepatchworked und zwar zu 70% von derselben Tätowiererin. Zwei Tattoos sind von einem anderen Tätowierer, dessen Stil aber mehr oder weniger derselbe ist, so dass bisher kaum jemandem aufgefallen ist, dass der Künstler ein anderer ist.

Ich habe erst die Filetstücke, also die großen Flächen machen lassen: Oberarm und Unterarm innen und außen, dann den Ellenbogen und dann die so entstandenen Löcher quasi mit kleineren Tattoos geflickt. Da muss man dann bei all zu wenig Platz natürlich ein bisschen Abstriche machen, was Details und Ausrichtung angeht. Einen sehr alten Schriftzug am Handgelenk habe ich stehen lassen, der fällt jetzt kaum noch auf und wurde daher nicht übermalt.

Ein kleines bisschen Konzept zu haben, schadet meiner Meinung nach also nicht. :)
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Re: Vorstellung (und ein paar Fragen ;))

Beitragvon 4g48pg4l » 07.12.2021 19:06

Nun in Sachen Old School gibt es tolle Studios, etwa Rusty anchor in Gerolstein in der Eifel. ihr werdet Euer Navigationssytem bemühen müssen. um die Kleinstadt zu finden.

Meine besten Ideen für ein Tattoo: Ich habe nie ein Bild mitgebracht und exakt gesagt, das will ich. Ich habe mit der Tätowiererin im Vorgespräch, für das sie sich beliebig viel Zeit gelassen hat über Motive diskutiert, da wurden Bilder geguckt Ideeen diskutiert wo ich dann auch sage die Zeit war im Tattoopreis anständig eiggepreist

Meine Motive wurde mir vor dem Stechen auf die Arme gepinselt samt der Ansage "Hey wenn wir jetzt da runter gehen , das ist unterhalb der T-Shirt Linie. Hast Du damit im Berufsleben ein Problem?" Ich könnte das Motiv auch kleiner machen. Auch so was fragt eine gute Tatowiererin.

Dass es dann irgendwann ein full sleeve wurde.- geschenkt. Die Leute gucken immer auf meinen Trachelophorus giraffa auf dem Unterarm. Das Viecherle ist ja nun wirklich ein skuriller Hingucker :lol:

Der Gecko auf dem Oberarm, ein Phelsuma madagascariensis, den ich ehrlich gesagt für mein prächtigstes Tattoo halte, scheint keinen zu interessieren.

Aber der skurille Käfer auf dem Unterarm ...

Übrigen, man sollte es von der Ärodynamik her nicht glauben, aber der Trachelophorus giraffa kann tatsächlich fliegen.


Nun ja, meine persönliche Story. Ich habe mir auf dem rechten Arm ein madegassisches Tropenbiotop verewigen lasen. Von der Pfefferranke, dem Heterixalus alboguttus einem endemischen Frosch) dem Bambus und ein paar epiphytischen Orchideen reden wir mal gar nicht.

Ich finde es ja übrigens spannend - geht gar nicht - wenn Männer fFrauen ungefragt angrapschen. Ich habe es allerdings schon mehr als einmal erlebt, speziell in den skandinavischen Ländern, wenn ich im Sommer in einem ärmellosen Shirt unterwegs war und eine Frau sich meinen Arm zur 360° Begutachtung schnappte, weil die ganz einfach neugierig war, wie das Motiv auf der Innenseite des Arms weiter geht :lol:


Aber vielleicht kann man ja auch daraus was lernen. untätowierte Arme sind die langweiligsten Gliedmassen auf diesem Globus ... :lol:
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