sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Allgemeines zum Thema Tattoo

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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon *sanna* » 16.04.2022 14:43

raumzeit hat geschrieben:Ähnlich geht es übrigens meiner Frau: Als Erzieherin bzw. stellvertretende Leitung hat sie keine Probleme mit ihren neuen Bildern auf den Armen. Die Kinder finden ihre Blumenwiese wohl ganz interessant.


Kinder reagieren überhaupt immer toll. Im Schwimmbad, wenn sie das große Tierchen auf meinem Rücken sehen, werden die Augen oft genau so groß und manchmal trauen sie sich, das zu kommentieren oder gar mich zu fragen, ob sie anfassen dürfen. Hach.

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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon Segler » 16.04.2022 17:09

@sanna

"Kinder reagieren überhaupt immer toll. Im Schwimmbad, wenn sie das große Tierchen auf meinem Rücken sehen, werden die Augen oft genau so groß und manchmal trauen sie sich, das zu kommentieren oder gar mich zu fragen, ob sie anfassen dürfen."

Die Tierchen faszinieren immer. Mein toller Gecko (ein Phelsuma madagascariensis) fsziniert auch immer und führt zu interessierten Blicken und Fragen. Lieblingsfrage von Kindern: "Ist das eine Eidechse?" Antwort: "Nein, es ist ein großer und bunter Gecko den es nur auf Madagaskar gibt" ... und dann erzähle ich dem Kind was Geckos sind und warum die unglaublich nützlich sind weil sie alle Arten stechender, beissender und saugender Insekten vertilgen :lol:

Aber ein madenzerfressener und von einem Dolch durchbohrter Totenschädel? Es könnte sein dass die Kinder schreiend davonlaufen :(

Ich habe in Bezug auf Tattoos einmal das Wort "sozialkompatibel" geprägt
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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon Segler » 16.04.2022 17:35

@BassSultan

"@segler ahhh hast du leicht eine leitende Stelle oder wie? Mit Personalverantwortung? ;)"

Ja in einem sehr liberalen Unternehmen und in einer sehr liberalen Sparte. Wenn Du mit Kunden im Bereich Schiffbau oder Landmaschinen zusammenkommst, Du wirst mehr Tattoos erleben als Du denkst.

Ich habe da aber persönlich auch Restriktionen. Meine Tattoos verschwinden bei Bedarf unter einem Langarmhemd. Das gleiche rate ich auch einem Mitarbeiter oder Bewerber, speziell wenn es Motive sind, an denen ein Kunde Anstoß nehmen könnte.

Wir sind im Berufsleben inzwischen sehr liberal unterwegs aber ich mache ein plakatives Beispiel: Ich würde keinen Mitarbeiter zur Einkaufsleiterin eines Kunden schicken, der nackte Damen auf dem Unterarm hat bzw ihm vorher sehr deutlich sagen, er möge ein Langarmhemd tragen.

Da geht es nicht um meine Meinung als Vorgesetzter, sondern um die Aussenwirkung.

Nicht verdeckbare Tattoos (z.B. Hände) müssen schon sehr kundenkompatible Motive sein, siehe die Eule von Miral.
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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon Segler » 21.04.2022 22:13

Ich bin in derTat gerade traurig dass ich meine Tätowiererin, die Silke verloren habe, (Ehekrise Umzug nach sonstwo)

Allein die Gespäche waren spannend, vor allem wo sie mir erklärt hat was nicht geht. Ich kam Ende September an, braun wie ein afrikanischer Ureinwohner und und hattte die Idee einer Kannenpflanze. Der simple Kommentar von der Silke war: Vergiss es!

Die Tattoos die sie mir hinterher auf meinem Tropenärmel gestochen hat (selbst nach Jahren in praller Tropensonne immer noch robust), die haben dazu geführt dass ich bei warmem Wetter liebend gern ärmelose Shirts mag!
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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon travis_bickle » 22.04.2022 9:20

Über Menschen die in Kurzarmhemden rumrennen, verdreh ich mehr die Augen als über Totenkopftattoos über den gesamten Körper verteilt. Sowas ist ein No-Go und sollte verboten gehören.

Meiner Meinung nach hat Segler einen leichten Geltungsdrang alles kommentieren zu müssen unter dem Vorwand er sei bloss der Bote seiner Observation der Arbeitswelt.
Auch das Kapern eines anderen Threads um auch dort von seinen prächtigen bunten Sleeves (mit Gecko und haste nicht gesehen) zu erzählen und was für Narben er weshalb hat und das seine geliebte Tätowiererin, die Silke, ne Scheidung hinter sich hat und er nun keine Ringelnatter auf sein Beinchen kriegt, unterstreicht diese Beobachtung meinerseits.

Ach Gottchen, können wir eine GoFundMe Seite für den herzallerliebsten Segler erstellen damit er sich einen Lutscher kaufen kann?
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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon Segler » 22.04.2022 13:38

"Über Menschen die in Kurzarmhemden rumrennen, verdreh ich mehr die Augen als über Totenkopftattoos über den gesamten Körper verteilt. Sowas ist ein No-Go und sollte verboten gehören."

Ich frag mich, wie Du die Totenkopftattooos unter der von dir geforderten Ganzkörperverhüllung überhaupt wahrnimmst :mrgreen:

So unterschiedlich sind übrigens Menschen!
Ich würde beispielsweise das verbieten wollen verbieten

Thema Tattoos: Sich als Frau für teures Geld eine Brillantkette zu kaufen und die unsichtbar unter dem Pullover zu tragen wäre doch ziemlich widersinnig

Wer sich ein Tattoo stechen lässt, der will es in der Regel herzeigen!

Keine Ahnung wie Du im Sommer und bei warmem Wetter in der Freizeit rumläufst. Lange Hose, Langarmhemd, gechlossene Schuhe? Deine Wahl. Meine ist es nicht.

Berufsleben:

Das Langarmhemd trage ich im Beruf in Situationen wo ich denke, dass meine Tattoos unpassend wären. (Oder schlicht im Winter weil es kalt ist) Selbst bei Kundenmeetings erlebe ich es immer häufiger dass meine Kunden (leitende Mitarbeiter weltweit führender Technologieunternehmen, die Entscheidungsbefugnis haben meinem Arbeitgeber einen Autrag über eine zweistellige Millionensumme zu geben oder nicht) lässig im Kurzarmhemd auftreten und dass da Tattoos rausschauen

Die Tattoos auf den Armen meiner Kunden gaben sogar gelegentlich einen Anknüfungspunkt für "social small talk", dessen Wert man in Geschäftsverhandlungen nicht unterschätzen solle! Das maritime Motiv auf dem Arm des Einkauflsleiters eines französichen Großkunden, ich habe als Segler glänzende Augen bekommen "Joli tatouage, il y a une histoire derrière ?" und das war ein toller Gesprächseinstieg wo man auch privat mit einander warm wurde.

Es stellte sich raus, dass er nicht nur selber Segler ist, sonden sich sogar DIY ein altes Holzboot restauriert hat. Damit waren die Geschäftsbeziehungen geregelt - dank Kurzarmhemd :lol:

Der Rest der Geschäftsverhandlung (mit sehr positivem Ergebnis für meinen Arbeitgeber) fand abends cordial et amical im Bistro statt :lol:
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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon BBW-Fan » 22.04.2022 14:46

@Segler,
gibt's deine Tattoos hier im Forum auch zu sehen?
Wahrscheinlich ist mir da was entgangen. Vorauseilend ein "Sorry", gehört ja nicht zu diesem Thread.
Beste Grüße
Keine Ahnung, ob Tattoos Kunst sind?
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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon BassSultan » 22.04.2022 15:30

Segler hat geschrieben:..Sich als Frau für teures Geld eine Brillantkette zu kaufen und die unsichtbar unter dem Pullover zu tragen wäre doch ziemlich widersinnig

Wer sich ein Tattoo stechen lässt, der will es in der Regel herzeigen!


Das sind alles Verallgemeinerungen und Annahmen, vermischt mit einem Frauenbild dass auch immer wieder bei deinen Beiträgen durchsickert. Das wäre auch im Sinne eines offenen, bunten Forums vielleicht überdenkenswert, das bisschen runterzuschrauben.

Ich hab zb keinen übersteigerten Drang meine tattoos ständig herzuzeigen..

Frauen gibt es übrigens auch abseits ihrer Funktion als Kleider- oder Schmuckständer, nicht alle wollen ihren tollen (oder von dir so wahrgenommen) Körper ständig zeigen und um ein paar anerkennende Blicke heischen.

Und noch eine konstruktive Bitte - hör eventuell auf immer und immer wieder so ellenlange Beiträge, von denen gefühlt 80% redundant sind (Stichwort „leitende Position, international, Businesskontext, Kundenkontakt“).
Jeder der die letzten Monate hier war, kennt fast schon deine Vielflieger-Nummer..

Das beeinträchtigt mittlerweile schon aus meiner Sicht die Lesbarkeit und nachvollziehbarkeit des Forums.


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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon Segler » 22.04.2022 16:06

BBW-Fan hat geschrieben:@Segler,
gibt's deine Tattoos hier im Forum auch zu sehen?


Nein, ich liebe meine Privatsphäre und du kannst einen Menschen nicht besser identifizieren als an veröffentlichten Bildern, Tattoos als "besondere Merkmale gehören dazu. Du wirst von mir kein Bild im Internet oder der "Cloud" finden

ich habe aus diesen Gründen auch keinen Account in sogenannten "sozialen" Netzwerken, die ich eher als asoziale Netzwrke bezeichnen würde

Was ich hier im Forum beispielsweise schätze. das ist die Dikussionskultur. Selbst bei Meiungsverschiedenheiten wird anständig mit dam anderen umgegangen!
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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon 170oli » 22.04.2022 21:47

travis_bickle hat geschrieben:Meiner Meinung nach hat Segler einen leichten Geltungsdrang alles kommentieren zu müssen unter dem Vorwand er sei bloss der Bote seiner Observation der Arbeitswelt.


Danke, travis_bickle und BassSultan - ihr sprecht mir (und bestimmt nicht nur mir..) aus dem Herzen.
Ich bin zwar nicht mehr oft hier, aber es ist schon echt auffällig so langsam.
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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon Segler » 22.04.2022 22:04

Das sind alles Verallgemeinerungen und Annahmen, vermischt mit einem Frauenbild dass auch immer wieder bei deinen Beiträgen durchsickert.

Meine Frau ist Feministin Emma-Leserin der ersten Stunde, eine ziemlich streitbare Liberale und in allerhand Dingen von Kochen bis zur Schiffsführung eines Zweimasters auf der Hochsee kompetent.

Was ist nach Deiner Ansicht mein Frauenbild?
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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon Segler » 22.04.2022 22:52

@ 170oli

Kennst Du die VDI-Nachrichten und dort speziell die Kolumne von Heiko Mell? Der schreibt ziemlich präzise was im Arbeitsleben von Ingenieuren und Naturwissenschaftlern abgeht und kriegt in Leserbriefen oft genug Schelte dafür weil er als Bote für die Botschaft verantwortlich gemacht wird.

Sollte ich hier im Forum als Bote für die Boschaft Schelte kriegen, dann ist das okay. Schaut selber was in Eurem praktischen Leben rauskommt!

Das Kurzarmhemd aus dem eine Blumenranke rausschaut ist es nicht. Der madenzerfessene Totenschädel oder das Motiv mit einer politischen oder religiösen Ansage könnte es schon sein
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sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon BassSultan » 22.04.2022 23:26

@segler
vielleicht sollte ich es umformulieren. Es ist eventuell nicht dein Frauenbild dass du tatsächlich hast, das glaub ich dir schon. aber ich find so wortmeldungen ala „wenn ich dich am Strand sehen würde, müsste mich meine Frau wegschleifen“, „Frauen haben ja einen besseren Geschmack allgemein“ etc. irgendwie entbehrlich, überholt und teilweise ein bisschen schmierig oder evtl auch reduzierend. (Je nach Aussage halt)

Mag sein dass es nur ich bin und es nur ein Gefühl ist, aber eventuell kannst du da ja was konstruktives rausholen *schulterzuck*

Edit: und damit werd ich mit gutem Beispiel vorangehen und versuchen diesen thread nicht noch weiter offtopic zu treiben

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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon MissCass » 23.04.2022 9:22

Segler hat geschrieben:Thema Tattoos: Sich als Frau für teures Geld eine Brillantkette zu kaufen und die unsichtbar unter dem Pullover zu tragen wäre doch ziemlich widersinnig

Wer sich ein Tattoo stechen lässt, der will es in der Regel herzeigen!



Ich bin ja unglaublich leicht auf die Palme zu bringen, wenn mir jemand "mansplained" , was ich ALS FRAU mit meinem Körper zu tun habe...

Tattoos? WAS MACHST DU NUR MIT DEINEM KÖRPER, so will dich doch kein Mann mehr!
kein Kinderwunsch? Aber wenn du mal einen Mann hast, der Kinder will...

Meine Tattoos sieht bei der Arbeit NIEMAND, und das ist genauso beabsichtigt. Ich zeige sie, wenn ICH sie zeigen will.
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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon Marina_Stewart » 23.04.2022 10:22

170oli hat geschrieben:
travis_bickle hat geschrieben:Meiner Meinung nach hat Segler einen leichten Geltungsdrang alles kommentieren zu müssen unter dem Vorwand er sei bloss der Bote seiner Observation der Arbeitswelt.


Danke, travis_bickle und BassSultan - ihr sprecht mir (und bestimmt nicht nur mir..) aus dem Herzen.
Ich bin zwar nicht mehr oft hier, aber es ist schon echt auffällig so langsam.



Ich nehme dasselbe wahr. Tatsächlich ist das auch ein wenig mit ein Grund, warum ich hier nicht mehr wirklich aktiv bin. Ein Forum sollte schon dazu dienen, dass viele Menschen aus unterschiedlichen Bereichen sich austauschen können, es Diskussionen gibt, sich lebendige Dialoge ergeben und auch gegenteilige Ansichten zugelassen werden.
Dieser ausgekoppelte Thread ist ein wunderbares Beispiel für etwas, was ich ebenso wie andere schon lange beobachte. Gefühlt belebt durch einen Foristen, der eigentliche Ersteller hat sich schon längst verabschiedet, stattdessen wird der Thread künstlich am Leben gehalten, um sich selbst darzustellen.

Klar, Menschen sind unterschiedlich, einige intro-, andere extrovertiert. Aber ich finde auch, es ufert langsam aus. Inbesondere dann, wenn man das Gefühl hat, man kann schreiben was man will– die andere Seite (hier Segler) setzt seine Erfahrungswerte und Beobachtungen unbedingt mit Macht dagegen.

Segler, Du bist bestimmt im realen Leben ein sympathischer Mensch, mit dem man sich wunderbar unterhalten kann. Aber ich fände es schön, wenn auch andere Menschen hier im Forum zugestanden bekommen, i h r e Sicht schildern zu dürfen, ohne dass man versucht, ihnen etwas aufzustülpen. Das hat nichts damit zu tun, dass man Dein Einbringen hier beschneiden möchte oder nicht an Deiner Meinung interessiert ist. Aber ich finde es fair, wenn man dabei auch auf die anderen User eingeht, statt hier zu monologisieren und sich ausschließlich selbst darzustellen.

Nichts für ungut…
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