sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Allgemeines zum Thema Tattoo

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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon Marina_Stewart » 23.04.2022 10:34

Segler hat geschrieben:
BBW-Fan hat geschrieben:@Segler,
gibt's deine Tattoos hier im Forum auch zu sehen?


Nein, ich liebe meine Privatsphäre und du kannst einen Menschen nicht besser identifizieren als an veröffentlichten Bildern, Tattoos als "besondere Merkmale gehören dazu. Du wirst von mir kein Bild im Internet oder der "Cloud" finden


Ich erlaube mir ein kleines PS:
Ich musste bei der Antwort schon ein wenig lachen. Warum? Weil Segler hier ja durchaus üppig seine Erfahrungen, Lebensbeobachtungen und beruflichen Zusammentreffen ausbreitet… aber ein Foto von den Tätowierungen ist zuviel :wink: ?
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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon BassSultan » 23.04.2022 11:04

Ist halt ein bisschen generischer, so eine Geschichte wo der Mensch im Kundenkontakt.. usw, als eine spezielle, eindeutig wiederkennbare Tätowierung.

Kann ich an sich schon nachvollziehen dass man das nicht ins Internet schießen möchte, wo es dann auch für mehr oder weniger immer bleibt.


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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon Segler » 23.04.2022 15:10

@Marina Steward

" Weil Segler hier ja durchaus üppig seine Erfahrungen, Lebensbeobachtungen und beruflichen Zusammentreffen ausbreitet…"

Es gibt Unterschiede. Die lauten informationelle Selbstbestimmung. Dass meine Frau und ich sämtliche Patente Segel und Motor haben sind ist kaum zu verbergen. Sämtliche nautischen Patente und Zeugnisse von Hochrhein über Binnen, Bodensee Küstenfahrt und Hochsee sind beim BSH "on file" und öffentlich abrufbar. Insoweit kein Geheimnis. Wer AIS zu bedienen versteht, der kann sogar meinen Kurs nachverfolgen

Dass im Internet keine Bilder von mir verfügbar sind ist auch meine Entscheidung

Ebenso Berufsleben: Ich bin ein beliebig liberaler Mensch (und Vorgesetzter) und ohnehin selber ausgiebig tätowiert. Ich würde niemanden für ein Tattoo hängen :lol: Ich beobachte nur, wie andere reagieren, speziell Kunden, gerade solche aus wenig tattoobegeisterten Kulturkreisen wie Japan

Ergänzung zum Thema Schmuck. Der ist halt nach wie vor geschlechtsspezifisch. Mein Ding sind selbst geflochtene Armbänder aus Paracord oder Leder., gern auch einen selber geknüften Ring um den Fussknöchel bei Sandalenwetter Mit auffälligem Ohrschmuck oder einer dicken goldenen Halskette würde ich mich nicht wohl fühlen

Wir haben tatsächlich eine Kultur, wo der Bote, der schicht und einfach aus den realen Leben berichtet, für die Botschaft verantwortlich gemacht wird. Ich stelle persönlich (als Vorgesetzeter) fest dass mir die Tattoos meiner Mitarbeiter recht egal sind, ich schaue da als selber Tätowierter eher mit positiver Neugier drauf. Aber ich werde einem Mitarbeiter mit kritischen Tattoos (Totenköpfe am Unterarm zum Beispiel) die ganz klare Ansage machen, dass die im Kundenkontakt unter einem Langarmhemd zu verschwinden haben.

Die Mitarbeiterin mit Schmetterlingen und Planzen am Unterarm wird im Kundenkontakt dagegen keinerkei Probleme haben, Das darf sie herzeigen!

Im Berufsleben ich bin wie gesagt in einem sehr liberalen Bereich unterwegs Großdieselmotoren für Schiffe da habe ich im Kundenkontakt,schon die Frage erlebt "Excusez-moi, vous pouvez retrousser vos manches ? Je veux voir votre tatouage en entier."

Und das war ein perfekter Geprächseinstieg!
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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon BassSultan » 28.04.2022 20:51

@segler: tut mir leid aber das ist jetzt das x-te mal dass du hier völlig redundante Beiträge absetzt. Teilweise auf den Wortlaut genau. Ich weiß nicht mehr wie oft ich schon von der Bäckerei Dame und deinem „erfunden“ Terminus sozialkompatibel gelesen habe. Das ist jetzt nur noch störend für die Lesbarkeit des Forums, auch haben wir dich in den letzten Tagen mit (unterschiedlich) konstruktiver Kritik versucht zu stoppen.

Ich sag es jetzt extra langsam damit das auch ja ankommt: NO SPAM-SPAM, SONST BAN-BAN!

Das ist eine Verwarnung. Solltest du weiterhin mit dir selber ellenlange Texte austauschen und die threads (zer)stören, dann gibt’s inkrementell längere Banns.

Lg



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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon 170oli » 28.04.2022 22:54

Eigentlich hatte es gerade begonnen, mich zu amüsieren.. :mrgreen:

Um noch was zum eigentlichen Thema beizutragen, welches ja aus einem ganz anderen Thema zwangsweise entstanden ist:
Es ist mitnichten so, wie es hier schon fast zwanghaft versucht wird, darzustellen (aufgrund eigener Abneigung, vermute ich): Totenköpfe, auch noch auf den Unterarmen, sind nicht gleichbedeutend mit dem Ende der (Arbeits-)Welt ;-) Es gibt auch noch ein Leben nach dem Verunstalten mit gräßlich-grausigen Tattoomotiven (nicht jeder ist nunmal gesegnet mit gutem Geschmack und mag Pfefferlianen und Geckos).
:wink:
Im Ernst: Natürlich nicht immer und für jeden sind alle Motive und Stellen sinnvoll oder richtig, aber das muss eben jeder für sich selber entscheiden. So wie es eben der ursprüngliche Threadersteller serrox für sich getan hat und offensichtlich gut damit leben kann.

Heute morgen auf dem Weg zur Arbeit (nicht gestellt, spontan geschossen in Gedenken an den Thread):
IMG_4332.jpg
IMG_4332.jpg (143.65 KiB) 849-mal betrachtet
:D
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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon Segler » 30.04.2022 0:53

By the way. Neben dem Tattoo - das Armband sieht gut aus!
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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon shovelhead » 01.05.2022 10:30

Ist ein recht komplexes Thema u. hängt auch sehr von Beruf u. "Selbstverständnis" des Tattooträgers ab.

Ich bin seit langem selbstständig (Handwerk) u. habe u.a. Totenkopf, eine barbusige Dame u. auch eine Schnapsflasche samt zugehörigem Glas auf den Armen. Dann auch noch den Namen meiner Frau - ich weiss, absolutes NoGo!
Ich habe mir nie grosse Gedanken darum gemacht, bin halt ich. Und irgendwen stört doch immer irgendwas...
Meine Goldzähne irritieren vielleicht auch den ein oder anderen Zeitgenossen, wen interessiert's? Hauptsache meine Frau kann damit leben...

Edit: Ist auch nicht immer einfach zu beurteilen, das "Gesamtpaket" spielt für mich auch eine große Rolle.
Auch persönliche Einstellung u. Erfahrungen, ich z.B. hätte kein Problem mit sichtbaren Tattoos, Dinge wie z.B. Dreadlocks wären für mich ein NoGo. Ist aber nur meine persönliche Meinung. Andere sehen es vielleicht anders.
Meg hát!
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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon raumzeit » 01.05.2022 20:57

Jetzt war ich auch mal mit Fuchs und Wolf auf dem Arm in meiner Rolle als Journalist auf einer Messe unterwegs – 1,5 Tage davon kurzärmlig. Ergebnis: Kein Grund zur Sorge. Ganz und gar nicht. Ein paar Leute haben zwar geguckt, aber nichts gesagt. Zwei bekannte Gesichter fanden's gut. Einer Pressedame ist ein "Hups" mit einem Lacher rausgerutscht. Ein Interviewpartner war dann doch neugierig und hat nachgefragt, was da unter meinem Hemd rausguckt. Er fand Fuchsi dann echt schön.

Also, mein Auftreten ist sicher ungewöhnlich, wird aber akzeptiert. Das bin eben ich. Ob hinter meinem Rücken getuschelt wurde, kann ich nicht sagen. Falls ja, dann ist das eben so. Ich behaupte mal, dass ich meinen Job seit mehr als 20 Jahren gut mache und sich daran durch ein bisschen Tinte nichts geändert hat.
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Re: sichtbare Tattos im Arbeitsleben

Beitragvon clgnd » 02.05.2022 15:23

Ich würde hier ergänzen dass es durchaus unsichtbare Schranken gibt die aus Konformitätsdruck und ähnlichem entstehen. Speziell in höheren Management-Ebenen entscheiden Menschen über die Karriere, die eher klassisch orientiert sind. Ich habe einige Board of Directors erlebt, die typischen Kandidaten sind weder sichtbar noch verdeckt tätowiert. Dann wird sich beim nächsten CFO eben doch für den Kandidaten ohne Hals-Kanji entschieden. Der klassische Typ Manager / Managerin hat i.d.R. keine Tattoos. Ich hatte eine Kollegin in einem Konzern, die ist mit sichtbaren Hand-Tattoos ist ins C-Level aufgestiegen und hat bei Kontakt mit ihren Kollegen auf gleichem Level die Tattoos immer abgedeckt, die wussten gar nicht dass sie sichtbar tätowiert ist.
Die Welt wird lockerer, ist aber immer noch nicht ganz locker. Vielleicht kommt die Zeit wo sichtbar tätowierte CEOs dazu führen, dass sich die jungen Karriereaspiranten aus oben erwähntem Konformitätsdruck tätowieren lassen. :D
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