Ist mein Tattoo verkackt?

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Ist mein Tattoo verkackt?

Beitragvon Meiner-einer » 19.02.2023 0:30

Hallo liebe Freunde der Pigmente.

Ich habe mir vor 2,5 Wochen mein 2. Tattoo stechen lassen. Das Studio hat gute Referenzen vorzuweisen. Neben Rezensionen (geb ich wenig drauf), sahen auch die Bilder des Inkers auf seiner Seite gut aus. Zudem ist er quasi der ''Haus und Hof Tattowierer'' eines Motorradclubs UND - und das war das ausschlaggebende - ich habe einige seiner Arbeiten im Freundeskreis auf echter Haut sehen können.

Die künstlerische Umsetzung gefällt mir auch absolut. Direkt nach dem Stechen war ich mehr als zufrieden. Die Freude hielt aber nicht lange. Hapert er an der handwerklichen Umsetzung?
Schnell zeigte sich, dass ich extrem viel Farbe verliere und schwarz ist auch anders. Die Linien sind teilweise verschwunden, andere verlaufen...eben so die Schattierungen. Inzwischen sieht das Tattoo absolut grauenvoll aus.
Mich würde Eure Meinung interessieren.


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IMG-20230202-WA0049.jpg (181.85 KiB) 2608-mal betrachtet
Nach dem Stechen

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IMG-20230207-WA0041.jpeg (2.17 MiB) 2608-mal betrachtet
Nach 2 Wochen

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16767593038305038572076252030104.jpg (3.28 MiB) 2608-mal betrachtet
heute
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Re: Ist mein Tattoo verkackt?

Beitragvon Bad*Kitty » 19.02.2023 11:21

Da ist auf so vielen Ebenen so viel falsch :cry:
Motorradclubs und Tattoos - ein Garant für Qualität? NEIN. Da geht's nicht um Qualität, da geht's um Kohle und Vereinsmeierei, Tattoos sind da nur Beiwerk. Ich würde genau von solchen Läden ganz weit Abstand nehmen, wenn ich WIRKLICH geile Tattoos will.
Dann: WER macht ein 2. Tattoo auf die Hand?! Das hätten ganz viele Tätowierer abgelehnt, aus ganz vielen Gründen, einer davon ist eben die miese Haltbarkeit auf der Hand.
Was mich zu 3. führt: Wurdest du denn nicht aufgeklärt/beraten?
Dann hättest du zumindest erfahren, dass Handtattoos nicht sonderlich haltbar sind und immer mindestens einen Nachstich erfordern. Insbesondere alles ohne Linien ist nicht von langer Dauer, wenn der Tätowierer nicht wirklich technisch versiert ist. Das war dieser hier überhaupt nicht, abgesehen von der seltsamen Platzierung war auch
die Farbe nie richtig in der Haut.
Die Tattoos von ihm, die du auf Anderen gesehen hast, sind vermutlich von der selben Qualität, bei Anderen ist man nur lange nicht so kritisch wie bei sich selbst, insbesondere wenn man nicht so geübt darin ist, gute von nicht so guter Arbeit zu unterscheiden.
Ich pers. würde nochmal Geld in die Hand nehmen und das bei einem Könner nachbessern lassen.
Der Verstand ist das einzig gerecht verteilte Gut auf Erden: Einjeder ist der Ansicht, dass er genug davon besitze.
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Re: Ist mein Tattoo verkackt?

Beitragvon Miral » 19.02.2023 16:14

Sorry, aber ich seh das genauso wie Badkitty
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Re: Ist mein Tattoo verkackt?

Beitragvon Meiner-einer » 19.02.2023 17:53

Danke für deine Antwort.

Zu 1. Naja, ich ging zumindest davon aus, dass ein so großer (und schlagkräftiger) Kundenkreis keinen Pfuscher dulden würde.
Das dieser Kreis keinen Wert auf Quali legt, ist ein Märchen; dad hast du wo genau aufgeschnappt? Involviert bist du in diesen Kreisen ganz sicher nicht.

Zu 2. Motiv und Stelle sind bewusst gewählt. Im Gegensatz zu vielen anderen, die sich Tattoos ''nur'' als Körperschmuck stechen lassen, muss für mich ein Bild eine Geschichte erzählen können. Deswegen ist es eben auch erst das Zweite....Schicksalschläge oder dergleichen sind solche Geschichten. Die Beweggründe möchte ich aber nicht öffentlich breittreten. Lass uns bitte nicht über Sinn oder Unsinn debattieren. Ich find Sterne oder Tribals auch ganz fürchterlich albern, kritisiere dafür aber niemanden.
Mir wäre es ganz recht, wenn du mir lieber etwas detaillierter deine Einschätzung zur Quali der Arbeit mitteilen würdest.

Zu 3. Das die Hand etwas schwierig sein kann, wusste ich natürlich. Das nachgestochen werden muss, war eben so klar. Auf beides hat der Inker hingewiesen.
Seine anderen Arbeiten kann ICH nur mit dem Auge des Laien beurteilen. Mir gefielen sie. So wie du, kann ich ein Tattoo sicher nicht beurteilen. Aber würdest du einen Wein nicht trinken wenn er dir schmeckt, auch wenn ein echter Kenner ihn als korkig, schlechten Jahrgang oder what ever bezeichnet? Muss man erst KZF Meister werden, wenn man sein Auto in die Werkstatt bringen will? Oder urteilt man bei der Auswahl so gut man kann und nach verfügbaren Referenzen?

Also nochmal die Bitte um konkrete Kritik am Handwerklichen. Ich will in jedem Fall reklamieren, muss aber auch agumentieren können.
Ich werde den Inker in jedem Fall wechseln - soviel steht fest. Nur ''Könner'' nennen sich eben alle. Hast du konkrete Vorschläge im Raum Hamburg und östlich?
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