Erstes Tattoo auf dem Rücken

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Re: Erstes Tattoo auf dem Rücken

Beitragvon 15Jessi97 » 27.10.2016 19:06

Also ich bin ehrlich, die Bilder von Facebook finde ich auch nicht toll, aber die Bilder die sie im Studio hängen und mir auf dem Handy gezeigt hat sehen weitaus besser aus.

Aber was ich dazu auch noch sagen muss, sie ist in Chemnitz die beste Tätowiererin die dazu auch noch einen humanen Preis hat, ist zwar traurig aber wahr.
Jeder von euch kennt wahrscheinlich "Heaven of Collours" und da bin ich fast tot umgefallen wo ich gehört habe in welchen Sitzungen die tätowieren und was die dafür haben wollen.
Also ich war in 10 Tattoostudios in Chemnitz und hab bei jeden meine Idee vorgestellt und mir massig Bilder zeigen lassen und da kam ich zum Entschluss das "Tattoo made by Jacky" mit die beste ist.

Ich bin natürlich trotzdem gerne für Vorschläge offen und bin dankbar das ihr so ehrlich seid.
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Re: Erstes Tattoo auf dem Rücken

Beitragvon 15Jessi97 » 27.10.2016 19:11

Achso und ich möchte das Tattoo gern nur in schwarz und es soll kein 3D werden aber real in 2D sein. Also ich weiß nicht recht wie ich das beschreiben soll :cry:
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Re: Erstes Tattoo auf dem Rücken

Beitragvon BassSultan » 27.10.2016 19:49

Innerhalb gewisser Grenzen (ich werd nicht für ein Tattoo so viel wie für ein Einfamilienhaus hinlegen..) sollte dir der Preis egal sein. Also ich mein damit halt - wenn der eine 100/h und der andere 150/h will.. is dir das in 5 jahren nicht völlig egal? Der Künstler muss dich umhauen, nicht das ersparte.
Was wollen Sie denn im heaven of colors? Ich kenn das nicht wirklich..
vielleicht wird es auch Zeit mal aus Chemnitz raus zu kommen ;) du wirst das ding ein leben lang haben, da kannst auch mal ein paar Stunden im Auto/zug sitzen.
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Re: Erstes Tattoo auf dem Rücken

Beitragvon Mackie » 27.10.2016 20:15

Berlin ist von Chemnitz ca. 3h mit dem Auto (laut Google) und hier in der Hauptstadt wirst du, wenn gewollt, absolute Weltklasse aber auch so sehr sehr hohes Niveau finden. Warum nicht einen Ausflug hierher?

(Und zumindest im Traditional/Neo-Traditional-Bereich ist Berlin alles andere als "unglaublich" teuer, aber bei realistic kann ich meine Hand dafür mangels Erfahrung leider nicht ins Feuer legen)
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Re: Erstes Tattoo auf dem Rücken

Beitragvon lesnurmit » 27.10.2016 21:26

im hoc hatte ich auch mal einen Termin ... andere Geschichte :wink:

wurde dann aber dennoch in Chemnitz fündig und ließ ein Cover-Up beim
Black Rainbow Tattoo Theatre https://www.facebook.com/Blackrainbowtattootheatre/posts/1132145080197746machen
ich war bei Stefan und vollauf begeistert, auch Werke von Mitch
konnte ich lebendig sehen und war begeistert.
Zwei klasse Typen und die Preise meiner Meinung nach gerechtfertigt,
seinerzeit preislich dennoch unter denen im hoc

Keine Ahnung ob Du schon dort warst, sollte nur ein Tipp sein bevor Du in die Ferne schweifst.
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Re: Erstes Tattoo auf dem Rücken

Beitragvon 15Jessi97 » 28.10.2016 17:30

Oh mein gott die sind ja wirklich einfach der Hammer. Aber es steht bei Facebook die sind in Zwickau und nicht in Chemnitz?!
Lesnurmit vielen vielen dank für den mega genialen Tipp, könnte dich abknutschen :p.

Werde dort mal hin gehen und meine Idee vorstellen
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Re: Erstes Tattoo auf dem Rücken

Beitragvon lesnurmit » 28.10.2016 19:45

oh sorry,
habe Chemnitz gelesen,
aber Zwickau gedacht ... ist meinem Alter geschuldet :oops:
Du hast natürlich Recht.
Sollten jedoch nur ca. 40-50 km sein, denke das ist realisierbar :wink:
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Re: Erstes Tattoo auf dem Rücken

Beitragvon tomorrow » 01.11.2016 19:01

Hey,
hab länger überlegt, ob ich antworten sollte, und letztendlich doch dafür entschieden.
Ich will hier weder den Buhmann noch Moralapostel spielen, doch ich dachte, du solltest besser vorher wissen, worauf du dich evtl. einlässt mit deiner Motivwahl.

Das Motiv „Indianer/in mit Kopfschmuck“ ist ja ein Klassiker, gegen den sich allerdings amerikanische Ureinwohner schon sehr lange aussprechen. Bisher leider nur mit mäßigem Erfolg (deshalb sieht man solche Motive auch immer noch oft, oder Mädels mit Federkopfschmuck rumrennen). Das Motiv ist für viele indigene Völker eine rassistische Karikatur. Ein rassistisches Motiv, das aus ihnen Stereotypen macht, und zudem komplett die wichtige kulturelle/spirituelle Bedeutung von Kopfschmuck/Federn etc. ignoriert. Natürlich gibt es zig verschiedene Stämme alle mit ihren eigenen Traditionen usw, doch generell lässt sich sagen, dass diese Art Kopfschmuck für besondere Zeremonien ist und die Federn etwas sind, das man sich verdienen muss. Sprich, etwas das Respekt verdient, definitiv kein Modestatement oder für Außenstehende „einfach weils schön aussieht“.
Der Kopfschmuck ist außerdem Männern vorbehalten.

Auch wenn wir hier in Deutschland nicht wirklich was mit den Ureinwohnern zu tun haben, ist ein Motiv dieser Art natürlich trotzdem prekär. Ich mein, ein antisemitisches Motiv wird nicht auch plötzlich supi, bloß weil es ein Ami trägt anstatt ein Deutscher. Und man kann halt nie wissen, was die Zukunft bringt, möglicherweise wächst das Bewusstsein für Karikatur-Motive in den kommenden Jahrzehnten. Oder auch nicht. Aber wie gesagt, es ist besser, nicht blind in sowas hineinzulaufen.

Will dir hier nix unterstellen oder so, doch erfahrungsgemäß kommen oft sehr abwehrende, manchmal wütende Reaktionen oder irgendwelche Rechtfertigungen, warum das alles doch ganz ok ist oder „Das ist nur, weil ich Indianer so toll finde und so viel Respekt für sie habe“ und dergleichen mehr. Deswegen sag ich lieber noch, dass mir all diese Punkte komplett schnurz sind, ich null an Diskussion interessiert bin und hier nichts lostreten will. Ich wollte bloß, dass du alle Fakten kennst bevor du diesen Schritt gehen solltest.

Ich will auch nochmal betonen, dass ich dich hiermit nicht angreifen möchte oder sage, dass du rassistisch oder sonstwie ein schlechter Mensch bist, sondern höchstwahrscheinlich einfach nicht wusstest, wie beleidigend bzw kontrovers das Motiv ist. Deshalb einfach die Info.
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Re: Erstes Tattoo auf dem Rücken

Beitragvon Buddha_Eyes » 01.11.2016 19:28

Interessant! Danke!

Gesendet von meinem SM-G930F mit Tapatalk
Expect nothing..
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Re: Erstes Tattoo auf dem Rücken

Beitragvon mbla » 03.11.2016 11:28

Schließe mich tomorrow vollinhaltlich an. Ich war auch versucht, etwas in der Richtung zu schreiben, allein das Wort "Indianer" hat mich in der Diskussion massiv gestört, gut dass das auch mal angesprochen wurde, und ausnahmsweise mal nicht ich die Spassbremse bin :-)
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Re: Erstes Tattoo auf dem Rücken

Beitragvon Miss*Butterfly » 03.11.2016 11:32

Oh wow! Darüber hab ich mir bisher nie Gedanken gemacht. :shock: Wieder was gelernt! Danke!
Der Mensch hat pausenlos Ideen, ja der Mensch ist zu beneiden. Doch die Kunst ist bei den Ideen gut und schlecht zu unterscheiden.
- Daniel "Dän" Dickkopf -
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Re: Erstes Tattoo auf dem Rücken

Beitragvon Christine999 » 04.11.2016 0:09

Geht mir ganz genauso...
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Re: Erstes Tattoo auf dem Rücken

Beitragvon Herger » 04.11.2016 0:49

Andere (evtl. weniger despektierliche) Möglichkeiten wären, z.B. Inspiration in den Darstellungen der Haida zu suchen

Bild

oder auch die Tätowiertechnik (skin stitching/Einnähen von Designs in die Haut) und Designs zu nutzen, die u.a. in der Inuit-Kultur Verwendung fanden:

Bild



thread and needle tattooing
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Re: Erstes Tattoo auf dem Rücken

Beitragvon Rhydwen » 04.11.2016 2:00

Hi

hm, und wer sagt, dass das nicht auch für die Haida, Inuit ect despektierlich sein könnte?
Ebenso wie religiöse Symbole gleichwelcher Religion/Kultur

Indische/Hinduistische Gottheiten + aiatische Sagengestalten werden auch inflationär gestochen, gehört das dann auch dazu, oder sehe ich das falsch?
Nach dem zweiunddrölfzigsten Ganesha auf milchweißem Weteuropäerarm frage ich mich, was die wohl davon halten.
Sehen die das lässig, lachen die uns aus oder steigt denen vor Wut die Galle an?

Ebenso müsste es dann ja unsere skandinavischen Freunde brüskieren, wenn zig Bildchen von heiligen Symbolen unter die Haut kommen.

Aber das Thema an sich ist interessant, mich würde das wirklich interessieren, was andere Kulturen davon halten, was wir uns so unter die Haut bringen lassen.

Bei mir ist es eh zu spät, ich hab 3 Chiefs und eine... hm, Squaw sagt man nicht mehr... also eine weibliche Vertreterin der indigenen Bevölkerung Amerikas... :oops: müsste politisch korrekter sein.
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Re: Erstes Tattoo auf dem Rücken

Beitragvon Herger » 04.11.2016 4:19

Rhydwen hat geschrieben:hm, und wer sagt, dass das nicht auch für die Haida, Inuit ect despektierlich sein könnte


Niemand.

Deswegen auch meine Einschränkung "evtl. weniger".

Jede Form von Tätowierungen mit kulturellem Hintergrund birgt die Gefahr, dass sich sowohl Tätowierer als auch Sammler damit argumentativ auf dünnes Eis begeben. Fängt bei japanischen Designs an, geht über polynesische Motive über Motive der Dayak/Borneo über osteuropäische Designs, über die Branislav sicher einiges erzählen könnte, bis hin zu den Maori.

Um letztere mal aufzugreifen: man wird i.d.R. nur sehr wenige Maori finden die es befürworten, dass nicht-Maori sich traditionelle Moko Tätowierungen stechen lassen. Schlicht, weil's individuelle, an Träger*innen angepasste Designs sind. Es gibt allerdings auch da ne Form, das sog. kirituhi, das den traditionellen Motiven nachempfunden ist, ohne jedoch die Bedeutungen zu tragen.

Man kann definitiv nicht auschließen, dass man Kritik von Angehörigen der jeweiligen Kultur erntet, aber man kann sich über die Bedeutungen vieler Motive und den Rahmen der Möglichkeiten informieren und den Respekt für die jeweilige Kultur somit auch in das Tattoo-Design einfließen lassen.

... gilt meiner Ansicht nach übrigens nicht nur für Tätowierungen mit kulturellem Hintergrund, sondern auch für Designs, die für Zugehörigkeiten zu best. Szenen stehen & die man sich i.d.R. verdienen muss.
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